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Speichermineralbildung und Alinitherstellung aus MVA-Flugasche, Mansfelder Kupferschlacke und Kalksteinmehl

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Dissertation
Univ. Halle-Wittenberg, Mathematisch-Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät (Herausgeber);  Verfasser: Tewelde, Mulugheta. Quelle: http://deposit.ddb.de

Es wird über die Bildung von Speichermineralen durch thermische Behandlung geeigneter Abmischungen von Kupferschlacke, MVA-Flugasche, REA-Gips und Kalksteinmehl (zum Einstellen des Chemismus) in statischen Versuchen im Labormaßstab berichtet.

Die anfangs vorhandene Eluierbarkeit der Schwermetalle (die aus MVA-Flugaschen stammten) konnte hierdurch soweit erniedrigt werden, dass sie weit unter den erlaubten Werten nach TA (Technische Anleitung)-Siedlungsabfall Deponieklasse II lagen.

Anschließend wurden Vorversuche im Labormaßstab in einem Labordrehrohrofen zur Überprüfung der Möglichkeit einer Übertragung dieser Ergebnisse auf einen kontinuierlichen technischen Prozess durchgeführt. Die Eluierbarkeit der Schwermetalle des dynamischen Versuches im Drehrohrofen war deutlich niedriger als die des statischen Versuches.

Beim zweiten Vorhaben wird der Einsatz von Mansfelder Kupferschlacke zur Herstellung von Alinitzement (hydraulische Bindemittel) durch Zumischung von MVA-Flugasche und Kalksteinmehl untersucht.

Alinitzement ist ein chloridhaltiges hydraulisches Bindemittel, das Portlandzement in nicht stahlbewehrten Betonen ersetzen kann. Alinitzemente können u.a. als Expansivzemente und als schnell erhärtende Bindemittel verwendet werden. Alinitzement wird in Osteuropa und der GUS hergestellt. Alinit konnte durch Zumischen von Kupferschlacken, MVA-Flugasche und Kalksteinmehl (zum Einstellen des Chemismus) synthetisiert werden. Es wurden dabei neben Alinit Speicherminerale wie Chlorellestadit gebildet. Die Eluierbarkeit der Schwermetalle lag dabei weit unter den Grenzwerten des TA-Siedlungsabfalls Deponie-Klasse I.

Weiterhin zeigten die wärmeleitungskalorimetrischen Untersuchungen der Alinit-Abmischung eine früh auftretende Hydratation. Die Hydratation trat in den ersten zwei Stunden auf. Damit können als Ergebnis zwei mögliche Einsatzgebiete der Mansfelder Kupferschlacke aufgezeigt werden: 1. Verwertung der Mansfelder Kupferschlacke zur Immobilisierung von Schadstoffen und 2. Verwertung der Mansfelder Kupferschlacke in der Spezialzementherstellung.

Halle/Saale (Deutschland, Bundesrepublik)
Selbstverlag
2004, 85 S.
tech.Diss.; Halle/Saale 2004

>>Download

(85 Seiten)

[Quelle: http://deposit.ddb.de]

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