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Tiefgründungen, Pfähle und Anker

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Auszug aus dem Skript Tiefgründungen, Pfähle und Anker
Quelle: Leibnitz Rechenzentrum (LRZ)

Allgemeines
Aus dem Entwurf und der Statik eines Bauwerks ergeben sich z.B. an der Bauwerksunterkante oder für die Systemlinie eines Stützbauwerkes Auflager, an denen definierte Kräfte mit in der Regel begrenzten Verformungen in den Untergrund eingeleitet werden müssen. Ist der an dieser Stelle anstehende Boden nicht geeignet, die Kräfte mit den zugelassenen geringen Verformungen aufzunehmen, ist es häufig zweckmäßig, die Lasten innerhalb des Baugrunds mit Hilfe von Konstruktionselementen weiterzuleiten und sie in größerer Tiefe oder größerem Abstand vom primären Lastpunkt in den Untergrund einzuleiten. Hierzu sind Pfeiler, Brunnengründungen, Pfähle oder Schlitzwandelemente bzw. bei Zugkräften, die an einer freien Oberfläche vom Boden gar nicht aufgenommen werden können, auch Anker geeignet. Bei diesen Tragelementen werden neben Kontakt-Druckspannungen (Spitzendruck) in der Regel auch Scherspannungen (Mantelreibung) zwischen Bauteil und Untergrund in Anspruch genommen.

Das folgende Skript befasst sich mit Gründungselementen, welche ihre Lasten innerhalb des Baugrunds unterhalb bzw. außerhalb der frei zugänglichen Oberfläche abtragen.

Fundamenttieferführungen, Pfeilergründungen
Vor allem bei kleineren Bauvorhaben, bei denen die Baustelleneinrichtung für eine Pfahlgründung im Vergleich zu den unmittelbaren Herstellkosten von Pfählen sehr hoch sind, können Fundamentvertiefungen mit Hilfe von in der Regel unbewehrtem Beton eine wirtschaftliche Form einer Tiefgründung darstellen. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Qualität des Baugrunds im Bereich weniger Meter unterhalb der Baugrubensohle deutlich günstiger wird. Allein aufgrund der größeren Einbindetiefe vergrößern sich die aufnehmbaren Sohlspannungen tiefgeführter Fundamente gegenüber einfachen Flachgründungen. Darüber hinaus kann es bautechnisch genutzt werden, dass häufig zur Tiefe hin günstigere Baugrundeigenschaften vorliegen.

Bei geringen Vertiefungsmaßen (bis etwa 1 m) spricht man von  Fundamenttieferführungen. Sie werden gerne dort veranlasst, wo die – sich aufgrund üblicher Fundamentabmessungen ergebende – Fundamentsohle im Bereich eines Schichtwechsels liegt und erst vor Ort entschieden werden kann, wo genau die Gründungssohle liegen muss, um die Qualität des besseren, tieferen Untergrundes nutzen zu können. In diesem Fall wird das Fundament für die Bodenkennwerte der tieferen Schicht dimensioniert, für die Einbindetiefe jedoch die höchstmögliche Lage der Schichtgrenze berücksichtigt. Bei größeren Tieferführungen, die planmäßig tiefer liegende, für eine Lastabtragung günstigere Schichten erreichen sollen, spricht man von Pfeilergründungen bzw. Gründungspfeilern. Gelegentlich wird auch hier der Begriff Brunnengründung dann verwendet, wenn die ausgehobenen Fundamentgruben – z.B. bei Wasserzutritten in nichtbindigen Böden – beim Aushub verbaut werden müssen. Beim Abteufen wird dann im Schutz von z.B. Betonfertigteilringen ausgehoben,
die dabei zunehmend in den Boden hinabgedrückt werden. Diese Herstelltechnik stammt aus dem Brunnenbau. Für Senkkastengründungen ist sie konsequent weiterentwickelt worden, siehe Abschnitt N.3 […]

weiter zum kompletten Abruf (pdf- Dokument, 66 Seiten): externer Link http://www.lrz-muenchen.de:

Download Tiefgründungen, Pfähle und Anker

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Written by bauinformant

27. Juli 2009 um 18:19

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