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Gestalten von Lärmschutzwänden

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NOEplast Strukturmatrizen geben Lärmschutzwänden Form und Struktur

Laermschutz-04b Ein offenporiger Lava-Beton sowie die sich permanent verändernden Strukturverläufe unterstützen das farbenfrohe Lärmschutzbauwerk zusätzlich in seiner Wirkung.

Bildnachweis: NOE Pressetext

Jede Lärmschutzwand stellt unterschiedliche Anforderungen an die Kreativität der Planer, die Funktionalität der Werkstoffe und die Wirtschaftlichkeit der Lösungen. Mit den Strukturmatrizen von NOEplast lassen sich Lärmschutzwände in Struktur und Form bis zur Hochabsorption vollenden.

Lärmschutzwände sollen den von einer linienförmigen oder flächigen Lärmquelle (z. B. Straßen, Schienenwege, Fabrikanlagen) ausgehenden Lärm so dämmen, dass an dem zu schützenden Immissionsort der Lärm so weit abgeschwächt wird, dass die gesetzlichen Grenz­werte eingehalten werden. So lässt sich die Ausgangslage in etwa beschreiben. Diese Lärmschutzwände haben eine Lärm abschirmende Wirkung und verhindern zu einem guten Teil die Ausbreitung des Schalls. Allerdings hängt die Wirksamkeit einer Lärmschutzwand als Schallschirm von verschiedenen Faktoren ab: Von der Höhe der Lärmschutzwand, der akustischen Konzeption, dem Abstand der Lärmschutzwand vom Immissionsort, der Höhe des Immissionsortes, vom Frequenzspektrum des Schalls sowie unter Umständen von der Krümmung der Wand.

Der technische Standard beim Bau von Lärmschutzwänden ist bei fast allen Herstellern gleich, es gibt nur ganz wenig Unterschiede. Bohrpfähle oder Rammrohre dienen als sichere Basis, darauf gründen sich Flachfundamente, Beton- oder Stahlstützen geben den Wänden Halt. Die Lärmschutzwände werden entweder reflektierend, absorbierend oder aber hochabsorbierend ausgeführt. Bei den Materialien für die Wand scheiden sich dann die Geister. Überwiegend werden Lärmschutzwände aus Beton, Aluminium, Glas oder Holz, trans­parentem Kunststoff oder Ziegel herge­stellt. In die Statistik für 2006 zum Beispiel geht Beton mit dem Löwenanteil von 47,3 % ein. Der Beton dominiert also.

Das beweist, dass sich Beton auch für Ingenieurbauwerke im Lauf der Zeit vom reinen Baustoff zum gestalterischen Element mit hohen Qualitätsansprüchen entwickelt hat. Beton ist in diesem Fall jedoch nicht gleich Beton. Es kommt in nicht unerheblichem Maß auf die Zuschläge an. Der Werkstoff einer Lärmschutzwand ist mit einem Einfluss von rund 80 % an der Wirksamkeit beteiligt. Dipl.-Ing. Joachim Müller von der Ed. Züblin AG (Fertigteilwerk Karlsruhe) meint dazu: „Der Schall lässt sich reduzieren, indem man im Beton Hohlräume schafft!“ Das Maß der Schallabsorption sei nämlich in hohem Maß auch materialabhängig, so der Prokurist und Bereichsleiter. Im Regelfall jedoch werde nur über eine perfekte Struktur und eben solches Material die gute und wirtschaftliche Lärmschutzwand erreicht.

Strukturen von der Rolle

Strukturen für Lärmschutzwände mit NOE­plast-Kreativstrukturen, mit Strukturen aus dem Standardprogramm oder mit individuellen Strukturen, die eigenen Vorgaben oder denen des Bauherrn entsprechen, lassen sich flexibel an die verschiedensten Anforderungsprofile von Ämtern und Architekten anpassen. Im Folgenden sollen einige Beispiele zeigen, dass sich kaum ein Baustoff so vielseitig und damit so wirtschaftlich einsetzen lässt wie der mit NOEplast strukturierte Beton.

Eine besondere Rolle bei der Lärmdämmung spielt seit jeher der Eierkarton. Dient er in seiner Bestimmung eigentlich eher dem Ei als Transport- und Aufenthaltsbehälter, so fungiert er genau so vorzüglich auch als Lärmbremse. Die Struktur dieses Eierkartons ist zwar nicht jedermanns Sache, jedoch bricht sie auf ganz subtile Weise den Schall. Das war z. B. für die Autobahndirektion Gorinchem in den Niederlanden Grund genug, die viel befahrene A 15 bzw. E 31 zur Hafenstadt Rotterdam mit Lärmschutzwänden in diesem Design auszustatten. Dort zeigen die „Eierkartons“, was sie „schalltechnisch“ drauf haben, auch wenn sie in ihrer Struktur nur täuschend echt in Beton modelliert sind. Rund sieben Meter hoch geben die in zwei Reihen übereinander stehenden Betonfertigteile die ideale Lärmbremse für die dahinter liegende Wohnbebauung ab. Die Struktur lieferte die Matrize „Bern“ aus dem typenreichen Strukturangebot von NOEplast in Süssen, baustellengerecht eingesetzt von NOE-Bekistingstechniek b. v. in den Niederlanden.

Eine andere Form von Schall- oder Lärmbremse bietet sich mit der Matrize „Hong Kong“ von NOEplast an, deren Struktur einem Holzscheit nachempfunden ist. Nun gelten Holzhaufen am Straßenrand zwar nur als bedingt Lärm mindernd, den absoluten Lärmschutz garantieren sie nicht. Ganz anders die Lärmschutzwand aus Beton, der mit einer Struktur „Hong Kong“ auf ganzer Höhe und Breite das exakt geschichtete Holzscheit verordnet wurde; beim niederländischen Tilburg schirmt sie eine Wohnsiedlung wirkungsvoll von einer stark frequentierten Fernstraße ab.

Variable Strukturverläufe erhöhen den Dämmwert

Mit einer konzertierten bayerisch-württem­berg­ischen Aktion ging man am Stuttgarter Flughafen gegen den Straßenlärm vor. Matrizen von NOEplast aus Süssen spiegeln mit der Struktur Tölz im  Zusammenspiel von Ästhetik und Funktionalität moderne Verkehrs­kultur wider. Und es zeigt sich an dieser Lärmschutzwand, dass Tölz nicht nur durch seinen schwergewichtigen Bullen, sondern auch durch eine den Lärm dämmende und hemmende Struktur auf sich aufmerksam machen kann. So wie ein Bulle allein die Welt jedoch nicht besser macht, dämmt auch die Struktur Tölz alleine nicht den Lärm. Ein offenporiger Lava-Beton sowie die sich permanent verändernden Strukturverläufe unterstützen das farbenfrohe Lärmschutzbauwerk zusätzlich in seiner Wirkung. Horizontale und vertikale, schräge und gerade Elemente verlaufen ineinander. Das setzt wiederum den überaus exakten Schnitt der Strukturmatrizen voraus, bevor genau so exakt betoniert werden muss. Und dafür steht das Fertigteilwerk von Züblin in Gladbeck gerade, wo man schon seit Jahren erfolgreich mit den Strukturmatrizen von NOEplast, Süssen arbeitet. Mit Fertigteilen aus den beiden Werken in Karlsruhe und Gladbeck hat die Ed. Züblin AG schon über 1,3 Mio. m² Lärmschutzwände gebaut.

Dass sich der Beton vom reinen Baustoff zum gestalterischen Element mit hohen Qualitätsansprüchen entwickelt hat, ist zum Beispiel auch auf französischen Autobahnen, National- und Landesstraßen gut zu beobachten, wo die Kunst am Bau immer wieder fröhliche Urständ feiert. Kaum ein Brückenbauwerk, keine Unter- oder Überführung, keine Lärmschutzwand die nicht in irgendeiner Weise mit Strukturen oder anderen gestalterischen Elementen versehen wäre. Bei den Projekten Jarnac und Taponnat, Lärmschutzwände von 300 m bzw. 900 m Länge im Anschluss an überführende Brücken, hat sich die Direction Departement de Equipment in Angoleine für eine Mauerwerksstruktur der besonderen Art entschieden: für die Murus Romanus von NOEplast. Von Architekt Laurent Barbier entworfen, verläuft die Struktur in  waagerechten und senkrechten Teilungen, die sich über die ganze Länge der Lärmschutzeinrichtung hinziehen. Für beide Projekte, Jarnac einseitig und Taponnat zweiseitig strukturiert, benutzte das ausführende Fertigteilunternehmen Prefa 2000 S.N.G.C. ein und dieselbe Matrize, die dabei 115 Einsätze wegstecken musste. Die bis zum letzten Meter überaus exakte Wiedergabe in Beton lässt das nicht vermuten!

Mit dem Vorurteil der Langweiligkeit von Lärmschutzbauwerken lässt sich mit diesen Matrizen trefflich aufräumen. Und für das Fertigteil­werk oder den Bauunternehmer bietet sich mit Strukturmatrizen von NOEplast die Möglichkeit, über einen Sondervorschlag praktisch jede noch so ausgefallene Idee von Architekt oder Straßenbauamt mit einigem Verhandlungsgeschick auch noch wirtschaftlich in die Tat respektive in Beton umzusetzen. Voraussetzung für eine ordentliche Lärmdämmung ist nun einmal die strukturierte (Beton-) Oberfläche.

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Written by bauinformant

10. Juni 2009 um 15:55

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