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Bewehren von Stahlbetontragwerken

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Stahlbeton ist ein Verbundbaustoff und besteht aus Baustahl, Zementstein, Zuschlagstoffe und u. U. chemischen Zusätzen. Stahl kann hohe Zugkräfte aufnehmen, Beton weist hingegen eine hohe Druckfestigkeit auf. So werden beim Stahlbeton die Vorteile beider Werkstoffe miteinander vereint. Die Stahleinlagen (Bewehrung) können aus Betonstabstahl oder Betonstahlmatten bestehen. Stahlbeton wird für Konstruktionen eingesetzt, bei denen starke Zugkräfte auftreten. Ältere Bezeichnungen für Stahlbeton sind Eisenbeton und Monierbeton. Der Korrosionsschutz des Baustahles im Beton wird durch die hohe Alkalität bei 11,5 = ph = 13,8 gewährleistet.

Die häufigsten Baufehler sind eine zu geringe Betonüberdeckung, unzureichende Nachbehandlung des Betonbauteiles, ↑Kiesnester und Absandungen der Betonoberflächen, die Nichtbeachtung von Ausschalfristen und / oder eine nicht fachgerechte, den äußeren Umweltbedingungen angepasste Betonzusammensetzung.

Diese Baufehler führen dann oft zu einer Korrosion an der Bewehrung. Neben den optischen Fehlern kann dies auch statische Konsequenzen haben, da der Bewehrungsstahl ist für die Zugkräfte im Bauteil verantwortlich ist. Durch eine fortschreitende Korrosion mindert sich u. U. der der erforderliche Querschnitt des Baustahles. Maßgebliche Beurteilungskriterien sind die Betondeckung und die Karbonatisierungstiefe.

Betonstahl macht Beton zum Stahlbeton
Eine hochwertige Bewehrung, die aus rechnerischer und konstruktiver Sicht in ausreichender Menge eingelegt ist, gibt der Stahlbetonkonstruktion ihre Sicherheit gegen die bei der Bemessung in Ansatz gebrachten, aber auch gegen außergewöhnliche Beanspruchungen. Bei den Kosten ist es unrentabel, insbesondere in Relation zu den hohen Ingenieurkosten, die letzte, theoretisch
mögliche Einsparung an Bewehrung zeitaufwendig herauszurechnen. Eine Konstruktion mit wohldurchdachter Bewehrungsführung dankt es dem Tragwerksplaner durch Dauerhaltbarkeit und die Aktivierung von zusätzlicher Sicherheit im nicht auszuschließenden Katastrophenfall.

Das Sparpotential liegt nicht bei der Bewehrung, sondern im Bauablauf.
Eine Bewehrung, die übersichtlich konstruiert ist, erleichtert dem Biegebetrieb das Arbeiten, erleichtert das Verlegen und verhindert Verwechslungen. Eine geringe Zahl von Positionen ist anzustreben. Dies trägt zur Kostenminimierung bei.
Die Kosten für die Bewehrung sind relativ zu den anderen Gewerken als niedrig einzustufen. Im Regelfall sind das 3 bis 5 %, nur im Extremfall ca. 10 % der Rohbaukosten.

Hier finden Sie die DIN 1045-1:2001-07: Bewehren von Stahlbetontragwerken, Hrsg.: Institut für Stahlbetonbewehrung e.V.

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