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Rüttler (Beton)

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– Fortsetzung folgt –
Rüttler (allgemein)
Rüttler werden meist durch eine Unwucht in Schwingungen versetzt, die sich auf den Beton übertragen. Für die Verdichtungswirkung sind die auf den Beton gerichtete Beschleunigung und die Rütteldauer maßgebend. Nach ihrer Anordnung wird zwischen Innenrüttlern und Außenrüttlern unterschieden. Innenrüttler sind meist zylindrsche Rüttelflaschen, die in den Beton eingetaucht und deshalb auch als Tauchrüttler bezeichnet werden. Außenrüttler versetzen entweder Schalung oder auf die Betonoberfläche aufgesetzte Rüttelbohlen oder –platten in Schwingungen [1]

Innenrüttler/Rüttelflasche

Bei dieser Arbeitsweise wird die Rüttelflasche in möglichst gleichen Abständen rasch in den Beton eingeführt und nach kurzem Verharren im Tiefstpunkt langsam herausgezogen. Dabei muss sich die Oberfläche des Betons schliessen. Die  im Frischbeton eingeschlossene Luft kann entweichen.

Voraussetzung für das Verdichten mit Innenrüttlern ist ein hinreichend verformbarer Beton, der mit dem schwingenden Rüttlern in Verbindung bleibt, so dass zwischen Rüttelflasche und Beton kein Spalt entsteht und die Schwingungen voll auf den Beton übertragen werden. Der Feinmörtel des Betons muss daher nasser als erdfeucht sein. Der Frischbeton muss so beschaffen sein, dass er beim Herausziehen des Rüttlers hinter diesem zusammenfließt und kein Loch verbleibt [1]

Aussenrüttler
Beim Verdichten mit Außenrüttlern wird die Form oder die Schalung in Schwingungen versetzt, die sich auf den Beton übertragen. Schalungsaussenrüttler werden an der Tragkonstruktion der Schalung, Rütteltischen, Rüttelböcken, Formen, Platten oder Bohlen (Oberflächenrüttler) angesetzt und häufig fest mit ihr verbunden. Der Beton wird über die Schalung in Schwingungen versetzt; dabei müssen Rüttler und Steifigkeit der Schalung aufeinander abgestimmt sein. Schalungsrüttler werden oft zusätzlich zu Innenrüttlern eingesetzt, z.B. bei enger Schalung und dichter Bewehrung. Die Rüttler sollen in der Regel erst eingeschaltet werden, wenn die Schalung bis über die Ansetzstellen des Rüttlers mit Beton gefüllt ist. Die anschliessenden Schichten werden in einer Höhe von 25 cm bis 30 cm eingebracht. Außenrüttler werden bevorzugt für die Serienfertigung von Betonfertigteilen und Betonwaren eingesetzt.

Oberflächenrüttler
Oberflächenrüttler sind als Rüttelplatten, Rüttelbohlen oder Abgleichbohlen ausgebildet. Sie werden zur Verdichtung von waagrechten oder gering geneigten Betonschüttungen eingesetzt. Sitzt das Rüttelgerät unmittelbar auf der Schüttung auf, muss der zu verdichtende Beton möglichst steif sein. Wird plastischer Beton mit Bohlen verdichtet, sind diese über Lehren oder Schienen zu führen. Der Oberflächenrüttler ist mit gleichmässiger Geschwindigkeit – wenn nötig in mehreren Übergängen – über die Schüttung zu führen. Eine ausreichende Verdichtung kann dann angenommen werden, wenn hinter dem Oberflächenrüttler der Beton mitschwingt und nur noch wenige Luftblasen austreten.

[1] aus Beton Arten, Herstellung und Eigenschaften, Will Weigler, Peter Grübl, Helmut Weigler, Sieghart Karl

– Fortsetzung folgt –

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Written by bauinformant

24. Mai 2009 um 20:40

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