Archiv für die Kategorie ‘Sichtbeton’
Sichtbeton und Nachhaltigkeit – ein Imageproblem?
Referat von:
Professor Andrea Deplazes
Professur für Architektur und Konstruktion, ETH Zürich
Wenig Text, dafür mit zahlreichen Abbildungen:
- Valerio Olgiati: Schulhaus Paspels (CH) 1999
- Giuliani Hönger: Sihlhof, Zürich (CH) 2001-2003
- Diener Diener: Novartis Forum 3, Basel (CH), 2005
- Werner Panton: Spiegelkantine Hamburg (D), 1969
- Valerio Olgiati: Atelierhaus Linard Bardill, Scharans (CH), 2007 u. a.
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Sichtbeton – Planen, Herstellen, Beurteilen
2. Symposium Baustoffe und Bauwerkserhaltung, Universität Karlsruhe, 17. März 2005
Autor: Müller, Harald S.; Nolting, Ulrich; Haist, Michael [Hrsg.]
Verlag: Universitätsverlag Karlsruhe
Erscheinungsdatum: 15.03.2005
Abstract: Sichtbeton ist ein wichtiges Gestaltungselement der modernen Architektur. Er vermag Funktionalität und optische Eigenschaften zu einer sinnvollen und ansprechenden Einheit zu verbinden. Bauwerke wie das Deutsche Historische Museum in Berlin, die Pinakothek der Moderne in München, das Phaeno Science Center in Wolfsburg oder das Holocaust Mahnmal in Berlin geben ein beeindruckendes Zeugnis für die gestalterischen Möglichkeiten mit Sichtbeton. Sichtbeton ist jedoch kein einfach beherrschbarer Baustoff. So zeigt die Praxis, dass manche Ausführung nicht befriedigt. Dabei sind es nicht nur subjektive Kriterien des Erscheinungsbildes, sondern oft genug auch objektiv erfassbare Mängel, die Nachbesserungen notwendig machen. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und aktuelle Leitfäden vermögen heute jedoch vielen Problemen vorzubeugen. In diesem Tagungsband sind alle schriftlichen Beiträge zu den einzelnen Vorträgen des Symposiums „Sichtbeton – Planen, Herstellen, Beurteilen“ zusammengefasst.
Volltext als Pdf-Dokument, 119 Seiten, externer Link
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Tagungsband: Sichtbeton – Architektur pur (Österreich, 2007)
Download des Tagungsbandes der Vereinigung der österreichischen Zementindustrie: Expertenforum Beton
Einleitung:
Beton kann gestalterisch und konstruktiv in größter Vielfalt eingesetzt werden und übertrifft dabei jeden anderen Baustoff. Jede Oberflächenstruktur einer gewollten Ausprägung ist durch Variation von Schalung, Matrize, Farbe und Oberflächenbearbeitung realisierbar. Jede Ansichtsfläche ist hinsichtlich des Aussehens ein Unikat. Maßgebend dafür sind Parameter wie Vorgaben des Planers, unterschiedlicher Ausgangsstoffe, Witterungsbedingungen, zulässige Maßtoleranzen, oder die Behandlung auf der Baustelle. Die visuelle Empfindung der sichtbaren Betonfläche unterliegt einer absolut subjektiven Beurteilung.
Hinter einem zufriedenstellenden Sichtbeton steht jedenfalls ein hohes Maß an Arbeit und Koordination. Der Architekt muss seine Vorstellungen von Anfang an klar definieren und darlegen, der Planer ist gefordert, sämtliche Details zu berücksichtigen und bereits bei der Ausschreibung das gewünschte Ergebnis klar zu beschreiben. Die Zusammenarbeit mit Betontechnologen, die intensive Kommunikation mit allen beteiligten Fachleuten und die Begleitung des Bauvorhabens sind von besonderer Relevanz, wenn nicht unabdingbar. An der gemeinsamen Sprache zurmleichteren Verständigung wird seit langem intensiv gearbeitet. Definitionen, Klassen, Kriterien und Anforderungen sollen Kommunikationsschwierigkeiten beseitigen helfen.
Das Expertenforum „Sichtbeton“ spricht alle Stationen im Werden von Sichtbeton, vom Architektenwunsch, über die Planung, Anwendungsmöglichkeiten, die gemeinsame technische Sprache über Definitionen, die richtige Zusammensetzung, die Möglichkeiten der Vorfertigung und den richtigen Einbau auf der Baustelle bis hin zur Gewährleistung an. Das Expertenforum wird damit zur erfolgreichen Kommunikation aller Involvierten beitragen.
Tagungsbroschüre als pdf-Dokument (6,8 MB), externer Link:
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Fotobeton – Universität Paul Sabatier, Toulouse
Die Universität Paul Sabatier liegt am südlichen Stadtrand von Toulouse und hat sich längst als größte wissenschaftliche Universität im Süd-Westen Frankreichs etabliert.
Die Bibliothek stammt aus den 70er Jahren und entspricht heute somit weder den gestiegenen Studentenzahlen noch den Anforderungen an ein modernes Medien- und Informationszentrum, was eine Erweiterung des bestehenden Gebäudes notwendig machte.
Der beauftragte Architekt Richard Milani vom Architekturbüro Espagno & Milani
aus Toulouse konzipierte hierzu ein Gebäude, das sich klar vom Campus hervorhebt
und gleichzeitig einen unmittelbaren Rückschluss auf seinen Zweck ermöglicht.
L’université Paul Sabatier, située en bordure sud de Toulouse, constitue, de longue date, le plus grand centre universitaire à vocation scientifique du Sud Ouest de la France.
La bibliothèque scientifique dont la construction remontait aux années 70 ne répondant plus aux exigences en matière d’information, de médias et d’accueil compte tenu du nombre d’étudiants en constante augmentation, il a été décidé d’en réaliser l’extension.
L‘architecte mandataire, Richard Milani, de l’agence Espagno & Milani de Toulouse a
conçu un bâtiment se démarquant de l’ensemble du campus en permettant la lisibilité immédiate de sa fonction documentaire et culturelle. [...]
Photo-engraved concrete
building which stands out clearly from the rest of the campus and at the same time offers a direct indication of its intended purpose.
The extension to the library emerges from the existing building and conforms to the
campus’ orthogonal arrangement. A rectangular structure rises up from the fullyglazed
ground floor. The first thing to catch the eye of visitors and passers-by is the unusual texture of the concrete façade. [...]
Quelle: RECKLI GmbH, Eschstraße 30, 44629 Herne, Tel. +49 2323 1706-0
Merkblatt: Planung vorgefertigter Betonfassaden
Quelle: Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau e. V.
Textauszug:
Die Fassade eines Gebäudes ist die Schnittstelle zwischen innen und außen. Neben den bauphysikalischen Anforderungen als Gebäudehülle und den statischen Aufgaben als Tragwerk stellt sie die Visitenkarte des Gebäudes dar. Hierfür sind hochwertige Fassaden aus Betonfertigteilen aufgrund der hohen Ausführungsqualität und der zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten besonders gut geeignet. Dieses Merkblatt ist eine Entscheidungshilfe für die frühzeitige und fachgerechte Planung.
Nachfolgend finden Sie das Merkblatt als Pdf-Dokument (externer Link, 2 Seiten)
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Merkblatt: Sichtbetonflächen von Fertigteilen aus Beton und Stahlbeton
Quelle: Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau e.V.
Textauszug „Merkblatt über Sichtbetonflächen von Fertigteilen aus Beton und Stahlbeton 06/2005″:
Die Sichtbetonfläche ist der sichtbar bleibende Teil, der die Merkmale der Gestaltung und Herstellung erkennen lässt und die architektonische Wirkung eines Bauteils oder Bauwerks maßgebend bestimmt. Gestaltungsmöglichkeiten sind, einzeln oder in Kombination,
- mit Schalung (glatt oder strukturiert) gestaltete Betonfläche;- bearbeitete Betonfläche (z.B. Abreiben, Glätten, Besenstrich und nach DIN 18500 [3] Auswaschen, Feinwaschen, Absäuern, Strahlen, Flammstrahlen, Schleifen, Feinschleifen, steinmetzartige Bearbeitung);
- farbig gestaltete Betonfläche (z.B. durch Zemente, Gesteinskörnungen, Pigmente, Anstriche).
Je rauer und strukturierter eine Sichtbetonfläche geplant wird, um so weniger fallen Wolkenbildungen, Marmorierungen und Haarrisse auf. [...]
Den Volltext des Merkblatts können Sie nachfolgend als Pdf-Dokument (externer Link) abrufen:
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Fassaden-Oberflaechenausbildung von Betonfertigteilen
Quelle: Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau
Textauszug Sonderdruck:
Die Ansichtsfläche eines erhärteten Betons ist das Spiegelbild der verwendeten Schalung; sie lässt Merkmale der Gestaltung und der Herstellung erkennen. Eine Ansichtsfläche gilt als gestaltet, wenn im Voraus vereinbarte Forderungen an ihre Beschaffenheit erfüllt und die gewünschte optische Wirkung erreicht werden. Die Ansichtsfläche ist für die architektonische Wirkung der Bauwerke und der Bauteile bestimmend (Struktur, Farbe). Die werksmäßige Herstellung von Betonfertigteilen für Fassaden bietet vielfältige Möglichkeiten zur gezielten Ausbildung der Sichtbetonflächen. [...]
Den Volltet können sie nachfolgend als Pdf-Dokument (externer Link, 7 S.) abrufen
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Anwendungstechnische Informationen zur Einbeziehung der Betonfarbe in den Ausschreibungstext
Quelle: www.harold-scholz.de/
Textauszug:
Zur Herstellung von bewehrtem eingefärbtem Sichtbeton dürfen nur Pigmente verwendet
werden, welche generell zur Einfärbung von zement- und kalkgebundenen Baustoffen
geeignet sind und zudem den zusätzlichen Anforderungen zum Einsatz im bewehrten Beton genügen. Dem entsprechend müssen diese Pigmente und Pigmentpräparationen der DIN EN 12878 Kategorie B entsprechen. Prinzipiell sind ausgewählte Pulverpigmente, Flüssigfarbe mit der Bezeichnung F-BB (Flüssigfarbe für bewehrten Beton) und einige Pigmentgranulate einsetzbar.
Volltext als Pdf-Dokument (externer Link, 2 Seiten, Ausgabe 11.05.2009)
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COVISS und Beton
COVISS – Das unabhängige Magazin für Architektur, Kontur und Farbe
Das Schweizer Magazin verbindet die Interessen des Handwerks mit jenen der Produzenten und Lieferanten und spannt den Bogen zu den Planern, Architekten und Bauherren.
COVISS online ist die unabhängige, zentrale und kommunikative Internetplattform für alle Oberflächen-Interessierten und Spezialisten. Die Homepage enthält Informationen und Fachbeiträge über Oberflächenstrukturen, Farben und Konturen, über die Zusammenarbeit von Handwerk und Architektur, über das handwerkstechnische Know-how, das Voraussetzung zur Erzielung besonderer Oberflächen-Effekten ist. Im Archiv können die Besucher frühere Artikel der Printausgabe von COVISS abrufen.
Folgende Artikel zum Thema „Beton“ können Sie als Download abrufen:
Ausblühungen von farbigen Betonpflastersteinen
BLÜTEN STIL
Wenn weiße Flecken an der Oberfläche von Betonpflastersteinen auftreten – die berüchtigten Ausblühungen -, ist es oft vorbei mit der reinen Freude an farbigen Pflastersteinen. Und der Verdacht auf Produktionsfehler ist nicht weit, aber meistens unbegründet.
Die Ergebnisse der Lanxess Untersuchungen zum Thema Ausblühungen sind in der Broschüre „BLÜTEN STIL“ zusammengefasst. Die Broschüre wurde im Februar 2009 in Fachpublikationen wie der BWI und CPI in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht.
Inhalt
- Farbige Gestaltungsräume müssen nicht im Verborgenen blühen.
- Die Natur will Ihnen was weiß machen. Wenn weiße Flecken an der Oberfläche des farbigen Steinpflaster auftreten.
- Läßt sich das Ausblühen an der Wurzel packen? Sorgfalt bei der Herstellung der farbigen Pflastersteine ist das beste Rezept.
Auszug:
Ausblühungen sind eine ganz natürliche Sache.
Farbige Pflastersteine werden aus Beton gefertigt, einem reinen Naturprodukt also. Er wird hergestellt aus Sand, Kies, Zement und Wasser – wobei man wissen muß, dass Zement wiederum aus Tonerde und Kalkstein gebrannt wird. Wie alle natürlichen Rohstoffe unterliegen auch diese vorkommensbedingten Schwankungen in der Zusammensetzung.Durch die Poren des Betons dringt Wasser als Regen, Kondenswasser oder Tau und löst teilweise den Kalk. Die Lösung diffundiert an die Oberfläche, das Wasser verdunstet und zurück bleibt ein schwer löslicher, weißer Kalkschleier.
Da die Zusammensetzung des Betons – und damit auch der Kalkanteil – gewissen Schwankungen unterliegt und auch die Witterungseinflüsse wechseln (Regen, Schnee, Zugluft, Kälte, Hitze …), tritt das Phänomen der Ausblühungen mal mehr und mal weniger ausgeprägt zutage. Der chemische Prozeß, dem der Kalk bei der Bewitterung unterliegt, ist durch den Austritt an die Steinoberfläche noch nicht abgeschlossen: Durch Regen und andere Witterungseinflüsse wird der Kalk langsam abgebaut bzw. weggeschwemmt. Die Ausblühung verschwindet also nach einiger Zeit von selbst.
Da nur der Anteil Kalk, der von den anderen Rohstoffen des Betons nicht fest gebunden ist, an die Oberfläche treten kann, kommt es in der Regel nach dem Verschwinden nicht erneut zu diesem Effekt. Ein Auswechseln der Steine oder andere Maßnahmen gegen die Ausblühungen sind daher nicht angebracht.
Die komplette Broschüre als pdf-Dokument (externer Link Lanxess):
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Neubau PERI-Hauptverwaltung für NRW in Viersen
aus: bauwerk online Nr. 4 / 30. Juli 2009
Herausgeber: CEMEX Deutschland AG
Beton – und was die richtige Schalung daraus macht
Kunden des bekannten Schalungsherstellers PERI treffen in dessen NRW-Hauptverwaltung auf vielfältige Spielarten des Baustoffs Beton. Hier zeigt sich, wie wichtig das Zusammenspiel von Schalung und Beton für das Endprodukt ist.
In nur siebenmonatiger Bauzeit entstand das neue Verwaltungsgebäude von PERI für Nordrhein-Westfalen, das kürzlich in Viersen bezogen wurde. Dem Bürokomplex angeschlossen sind eine Demonstrationshalle für die verschiedenen Schalungssysteme, eine Werkshalle für die Produktion von Sonderanfertigungen, Außenreinigungsplätze und eine überdachte Regallagerhalle. Rund 2.500 m³ Beton lieferte CEMEX Deutschland für das Objekt.
Wer wissen will, was man mit Beton alles bauen kann, kommt in der neuen PERI-Hauptverwaltung für NRW in Viersen unbedingt auf seine Kosten: Sichtbetonwände und -decken, ein Treppenaufgang aus Ortbeton, Stützen, Wände aus Ortbeton-Fertigteilen, Bodenplatten aus Normalbeton und aus flüssigkeitsdichtem Beton belegen die vielfältigen Bauarten mit Beton.
Mehlkornreicher Normalbeton wurde verwendet, um möglichst glatte, porenarme Sichtbetonoberflächen zu erzielen, und zwar C25/30 F3 mit 16 mm Größtkorn in der Sichtbetonklasse SB 3. Als Zement kam ein CEM III A 42,5 N von CEMEX Deutschland zum Einsatz. Bei der Betonrezeptur handelt es sich um eine Flugaschevariante, da dem Bauherrn an vorher angefertigten Probewänden der Farbton mit Flugasche besser gefiel. Geliefert wurde aus dem Werk Tönisvorst von CEMEX Deutschland. Den Rohbau erstellten die Krefelder Firmen Rostek & Pesch GmbH & Co. KG und Derichs & Konertz GmbH u Co KG.

Blick in die zukünftigen Büroräume: Sichtbetonwände sind das wesentliche Gestaltungselement. Für die Decken wurde PERI Skydeck eingesetzt.
„Jeder Kunde, der hier Schalungen kauft, wird sich diesen Beton sehr genau anschauen“, dessen ist sich Vertriebsmitarbeiter Michael Teske von CEMEX Deutschland sicher. „Denn PERI hat unterschiedliche Schalungssysteme eingesetzt und will diese allen Besuchern präsentieren. Deshalb ist diese Baustelle für uns von ganz besonderer Bedeutung. Wir sind stolz darauf, dass unser Beton von PERI für die anspruchsvolle Doppelfunktion als Baustoff und als Anschauungsmaterial ausgewählt wurde.“
Gleich beim Betreten durch den Haupteingang stößt der Besucher auf Sichtbetonwände, die den Empfangsbereich mit Foyer prägen. Diese Wände wurden mit dem neuen PERI Maximo System geschalt. Auf dem Weg zum Niederlassungsleiter in der ersten Etage fällt die zwei Etagen hohe Sichtbetonwand im Treppenhaus ins Auge: Die optische Besonderheit dieser Schalung ist, dass der Stahlrahmen Fugen im Beton ausbildet, die als gestalterische Elemente die Wand strukturieren. Die Anker liegen in immer gleichen Abständen rechts und links neben den Türen und die Fugen der Stahlrahmen sind derart berechnet, dass sie genau so groß sind wie die Türöffnungen selbst. Die Wand im Treppenhaus musste – anders als sonst üblich – in einem Stück betoniert werden, damit in Deckenhöhe des Erdgeschosses kein Betonierabsatz den harmonischen optischen Eindruck stört.

Symmetrisch angeordnete, kantenscharfe Ankerlöcher prägen die Optik im Treppenhaus. Das Betonbild zeigt das geordnete Anker- und Fugenraster der neuen PERI Maximo Rahmenschalung.
Eine weitere Herausforderung war die Industriehalle mit einer 27 m langen, 10 m hohen und 40 cm starken Wand. Hier werden zukünftig Kunden die verschiedenen Schalungsmöglichkeiten demonstriert. Darunter befinden sich auch Kletterschalungen, die mit speziellen Befestigungen an der Wand angebracht werden. Die riesige Wand wurde in einem Stück betoniert. Acht Stunden Dauerbetonierung waren notwendig, dann war das Bauteil aus Sichtbeton fertig. “Wir mussten nur achtgeben, dass wir die vorgeschriebene Steighöhe von maximal 1,20 m pro Stunde nicht überschritten, um den Schalungsdruck im vorgegebenen Bereich zu halten“, berichtet Polier Marc Ruhrberg von der ausführenden Arbeitsgemeinschaft Derichs&Konertz / Rostek+Pesch. Da in der Wand Stahlträger mit Querstützen eingelassen sind, konnte nur mit Außenrüttlern gearbeitet werden. „Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden“, urteilt Ruhrberg.

Betonwand „aus einem Guß“ in der Demonstrationshalle für die Schalungssysteme
Mit Hochdruckstrahlern werden später benutzte Schalungselemente auf den Waschplätzen gereinigt. Das hat Folgen für die Bauweise: Der Boden besteht aus flüssigkeitsdichtem Beton, die Wände wurden in stark saugenden Schalungen betoniert, damit die Oberfläche mechanischer Abnutzung besser standhält.
Die neue NRW-Verwaltung von PERI stellt Arbeitsplätze für 45 Mitarbeiter zur Verfügung. Mit über einer Milliarde Euro Umsatz im Jahr 2008 und 5.400 Mitarbeitern ist das deutsche Unternehmen PERI international der größte Hersteller und Anbieter von Schalungs- und Gerüstsystemen.
Architekturbeton-Fertigteile für das Neue Museum Berlin
Schön wie Nofretete
Textauszug:
Ab Herbst 2009 soll sie wieder die Museumsbesucher in Berlin in ihren Bann ziehen: Nofretete, die schöne Gemahlin des ägyptischen Pharaos Echnaton kehrt auf die Museumsinsel zurück. Im wiederaufgebauten Neuen Museum wird sie dann zu sehen sein. Unter dem Leitmotiv „behutsames Weiterbauen“ ist hier keine 1:1-Rekonstruktion des historischen Gebäudes und auch kein Eingriff der Moderne in die Denkmalsubstanz vorgenommen worden.
Die vorgegebene Struktur und Kubatur des Stüler-Baus wurde unter Bewahrung der Originalsubstanz in die klare Formensprache von David Chipperfield umgesetzt und für eine zeitgemäße und zukunftsorientierte Museumsnutzung durch das Ägyptische Museum und das Museum für Vor- und Frühgeschichte erschlossen. Ein gelungener Wiederaufbau mit anspruchsvollen Ergänzungen aus hochwertigem Marmorbeton. [...]
De vollständigen Text erhalten Sie hier als pdf-Dokument (9 Seiten, externer Link auf Dressler Bau)