Archiv für die Kategorie ‘Schalung’
Verfahrbarer Schalwagen für bergmännischen Tunnel

NOEtec Schalwagen kurz vor dem ersten Einsatz.
Deutschland-Premiere
Die Umgehung der Kernstadt von Neckargemünd ist das umfangreichste Projekt an einer Kreisstraße in der Geschichte des Rhein-Neckar-Kreises – seit 1999 wird hier gearbeitet. Von Rainbach kommend soll die K 4200 den Verkehr aus der historischen Altstadt von Neckargemünd aufnehmen und an die B 45 übergeben. Der Tunnel durch den Hollmuthberg und unter der Wiesenbacher Straße hindurch ist das in bautechnischer Hinsicht anspruchsvollste Teilstück des ehrgeizigen Straßenbauprojekts.
Der Tunnel teilt sich in einen im Westen liegenden ca. 200 Meter langen bergmännischen Abschnitt und in einen im Osten liegenden etwa gleich langen Abschnitt in offener Bauweise. Der bergmännische Tunnelabschnitt liegt zu 2/3 im festen Sandstein und zu 1/3 im weniger standfesten Lockergestein. Er unterquert mit geringer Überdeckung den Randbereich der Kernstadtzone von Neckargemünd. Gebaut wurde wegen der geologischen Bedingungen von beiden Seiten.
Ausbruch- und Sicherungsarbeiten
Im Westen musste das feste Gestein mittels eines Sprengvortriebes gelöst werden. Im Osten galt es, wegen des dort vorhandenen Lockergesteins und der vorhandenen Bebauung, den Tunnelbau äußerst setzungsarm vorzutreiben. Bevor hier mit dem Bau des eigentlichen Tunnels begonnen werden konnte, wurden zwei Rohrvortriebe von der bergmännischen Anschlagwand bis zum Fels vorgetrieben. Sie dienten u.a. dazu, der späteren Tunnelschale ein festes Auflager zu bieten. Erst danach wurde der Tunnelquerschnitt etappenweise ausgebrochen und mit Spritzbeton vorläufig gesichert.
Selbstfahrender NOEtec Schalwagen
Zur Erstellung der endgültigen Tunnelschale hatte das ausführende Bauunternehmen, die Firma Baresel aus Stuttgart, gemeinsam mit dem technischen Büro von NOE den ersten selbstfahrenden NOEtec Schalwagen für einen Tunnelbau im bergmännischen Verfahren konzipiert. Sein Aufbau erfolgte mit Elementen aus dem Systembaukasten von NOEtec. Gegenüber einem konventionellen Stahl-Schalwagen lässt sich die Aufbau- und Montagezeit um ca. 50 % reduzieren. Dies bringt zusätzlichen Gewinn für die Baustellenlogistik und reduziert die Kosten um ca. 50 %.
Der NOEtec Baukasten besteht aus nur wenigen Systemteilen – Träger, Streben, Verbindungsschlösser und Bolzen – die sich im Handumdrehen montieren lassen. Das äußerst flexible System bietet für (fast) alle Schalaufgaben im Ingenieurbau eine wirtschaftliche Lösung.
Prototyp aus dem Systembaukasten
Der für eine Taktlänge von 10 Metern konzipierte NOEtec Schalwagen läuft – aufgrund der unterschiedlichen Sohlgeometrien – auf den Banketten. Hierzu wurde eine zusätzliche Fahrwerksunterkonstruktion erforderlich. Das Fahrwerk selbst ist mit Elektromotoren ausgestattet, mithilfe derer sich die Konstruktion als Ganzes zeitsparend und vor allem sicher verfahren lässt.
Das darauf aufbauende Traggerüst aus NOEtec Trägern ist so ausgelegt, dass alle Last in die Bankette abgetragen wird. Der 12 Meter lange Schalwagen ist so konstruiert, dass zum problemlosen Reinigen die Schalelemente seitlich und oben um jeweils 50 Zentimeter zurückgefahren werden können – ein ausschlaggebendes Argument für den Einsatz bei der Untertunnelung des Hollmuthbergs.
Maßgeschneidertes Konzept überzeugt
Noch sind die Arbeiten im Gang. Mithilfe des selbstfahrenden NOEtec Schalwagens können pro Woche problemlos zwischen zwei und drei Takte gefahren werden, sodass die 24 Takte nach kaum mehr als drei Monaten betoniert und die Tunnelschale im geplanten Zeitraum fertig gestellt sein wird.
Dass man bei Baresel mit dem NOEtec Schalwagen gut und auch gerne arbeitet zeigt die Tatsache, dass das Bauunternehmen bereits bei Folgeprojekten mit den NOEtec Schalwagen plant. Die NOEtec Trägerschalung für den Ingenieurbau ist so flexibel, dass ein späterer Umbau auf andere Tunnel-Querschnitte jederzeit problemlos möglich ist.

Montage der Tragkonstruktion aus NOEtec Trägern.

Montage des NOEtec Schalwagens unter beengten Platzverhältnissen.

Montage der Schalhaut auf den NOEtec Schalwagen.

NOEtec Schalwagen in Betonierposition.

Betonverteiler im NOEtec Schalwagen.

Betonverteiler im NOEtec Schalwagen
Schalungsbelastung durch Hochleistungsbetone mit fließfähiger Konsistenz
Stichworte(externe Links):
ULTRAHOCHFESTER BETON
HOCHLEISTUNGSBETON
Ein Gemeinschaftsprojekt deutscher Forschungseinrichtungen
Textauszug:
Das Ziel des beantragten Forschungsprojektes war die Entwicklung eines analytischen Verfahrens zur Ermittlung des auf lotrechte Schalungen einwirkenden Frischbetondrucks neuartiger Betone mit fließfähiger Konsistenz.
In die Untersuchungen einbezogen wurden fließfähige Rüttelbetone der Konsistenzklassen F5 und F6 sowie Selbstverdichtende Betone. Aufgrund der hohen Komplexizität der Problemstellung arbeiteten im Verbundprojekt Vertreter aus verschiedenen deutschen Forschungseinrichtungen zusammen.
Zunächst wurden verschiedene Grundlagenuntersuchungen zum Materialverhalten vorgenommen. Hierzu gehörten die Bestimmung der rheologischen Kenngrößen, des Reibungsverhaltens und der Verformungseigenschaften des fließfähigen Frischbetons. Weiterhin wurden die Erstarrungszeiten der verwendeten Betone ermittelt, da das Ansteif- und Erstarrungsverhalten den Frischbetondruck signifikant beeinflusst.
Unter Verwendung einer eigens entwickelten Versuchsapparatur konnte ein Betoniervorgang durch die Erzeugung verschiedener Vertikalspannungszustände in kleinformatigen Materialproben (250×250x250 cbmm) simuliert werden. Es erwies sich, dass bei konstanter Versuchsbedingung (Erschütterung, Schalungshöhe, Schalungssteifigkeit, Wirkungsweise der Betonzusatzmittel) der maximal mögliche horizontale Frischbetondruck näherungsweise linear mit dem Produkt von Betoniergeschwindigkeit und Erstarrungsende des Betons ansteigt.
Einen Schwerpunkt des Forschungsvorhabens bildeten umfangreiche Bauteilversuche an hohen lotrechten Wandelementen. Hierbei wurde insbesondere der Einfluss der Frischbetonkonsistenz bzw. der rheologischen Eigenschaften, der Betoniergeschwindigkeit und von Erschütterungen auf den Frischbetondruck analysiert.Erfasst wurden unter anderem der absolute Frischbetondruck, die resultierenden Schalungsverformungen sowie die Ausbreitung von Erschütterungen (Beschleunigungen).
Aufbauend auf den Materialversuchen zu den fließfähigen Betonen wurde ein Vorschlag zur analytischen Berechnung des auftretenden Frischbetondrucks auf lotrechte Schalungen erarbeitet. Auf Basis der Modellansätze zum Frischbetondruck auf lotrechte Schalungen wurden mit Hilfe probabilistischer Verfahren charakteristische Rechenwerte für die Bemessung von Schalung und Rüstung ermittelt. Die Bestimmung der statistischen Kenngrößen der Basisvariablen erfolgte auf Grundlage eigener und veröffentlichter Druckmessungen an hohen Wandbauteilen. Dabei wurden die Ergebnisse aller Forschungspartner einbezogen.
Um die in den Berechnungsansätzen zugrunde gelegten Eingangsgröße bei der Bauausführung sicherzustellen, sind geeignete Maßnahmen zur Qualitätssicherung erforderlich. Im Rahmen des Forschungsprojektes wurden daher die Arbeitsprozesse des Teilvorgangs Betonieren analysiert, die Grundlagen für ein Dokumentationssystem geschaffen sowie Hilfsmittel für die Gefährdungsbeurteilung erarbeitet.
Stuttgart (Deutschland, Bundesrepublik)
Fraunhofer IRB Verlag
2008,342 S.
ISBN: 978-3-8167-8053-3
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(337 Seiten, Pdf-Dokument, externer Link)
Wasserstraßenkreuz Minden

Wasserstraßenkreuz Minden
Neubau einer Kanalunterführung
In Minden (Westfalen) überquert der Mittellandkanal die Weser. Westlich davon unterqueren auf dem tiefer liegenden Gelände die Werftstraße und eine Bahnlinie den Kanal. Da die über 90 Jahre alte Unterführung Betonschäden aufwies und den heutigen Sicherheitsanforderungen nicht mehr genügte, musste sie abgerissen und neu gebaut werden. Die beauftragten Bauunternehmen sind H. F. Wiebe GmbH & Co KG aus Achim und Heinrich Hecker GmbH & Co KG, NL Bremen. Der Neubau wurde bis auf die Fundamente komplett mit MEVA Systemen realisiert.
Fangedämme, Spundwände, Freilegen, Abbruch …
Im Sommer 2007 wurde westlich und östlich der Unterführung je ein Kastenfangedamm erstellt und der Bereich dazwischen für den Abbruch und Neubau der Unterführung vom Kanalwasser entleert. Aus Sicherheitsaspekten wurden doppelte Spundwandlinien eingebracht und dabei insgesamt 1.400 t Spundwand verarbeitet. Dann wurde die Unterführung im Schutz der Fangedämme und Spundwände freigelegt und inklusive Fundamente abgebrochen; dabei wurden ca. 8.500 m³ Erdreich ausgehoben und ca. 4.000 m³ Beton entfernt. Es folgten die Kanalbauarbeiten und die Erstellung der Fundamente für den Neubau.
Die MEVA Mammut für die Rahmen- und Flügelwände
Die alte Unterführung. Dahinter befindet sich die 1976 errichtete Unterführung für die in den 90er Jahren errichtete 2. Fahrt des KanalsDie alte Unterführung. Dahinter befindet sich die 1976 errichtete Unterführung für die in den 90er Jahren errichtete 2. Fahrt des Kanals. Von April bis August 2008 wurde der Neubau erstellt. Seine Lage und Abmessungen sind durch die Lage der alten Unterführung vorgegeben. Die neue Unterführung wird nicht wie die alte als zweizügiger Gewölbetunnel erstellt, sondern als rechteckiger, 15 m breiter und 39 m langer Stahlbetonrahmen für die Werftstraße und die Bahnlinie. Für den Neubau wurden 2.200 m³ Beton verbaut. Um die geforderte Brettstrukturoberfläche zu erzielen, wurde die Schalung mit Nut- und Federbrettern belegt.

Für den Neubau wird als erstes die 5,60 m hohe rechte Rahmenwand mit der Mammut geschalt, im Vordergrund ist schon die Anschlussbewehrung für die 11 m hohe Flügelwand zu sehen
Hergestellt wurde der Neubau als 27 m langes Rahmenbauwerk mit einer 1,10 m starken Decke. Eine Voute ab 4,10 m Höhe unter 146° wurde mit Sonderschienen an die Schalung integriert. Diese Schienen konnten später auch für die Deckenrandschalung eingesetzt werden.
In Verlängerung des Rahmens waren 11 m hohe Wände mit einer 30 cm starken Decke für die Betriebswegeführung vorgesehen. Gegenüber einer Trägerschalung hatte die Rahmenschalung Mammut hier erhebliche Vorteile. Mit ihr wurden auch die beiden Flügelwände geschalt, die sich rechtwinklig am Südportal befinden.
MEP-Stützen und MevaFlex für die Decke
Die großen Lasten der Rahmendecke wurden über das Traggerüst MEP in den Baugrund abgeleitet. Die einfach zu montierenden Stützen und Rahmen wurden als Türme mit dem Grundmaß 110/110 in einer Höhe von 5,60 m aufgestellt. Diese Türme wurden dann mit Verlängerungen auf 11 m aufgestockt und für die Unterstützung der Betriebswege genutzt. Auf diese Weise musste für alle Anwendungsfälle nur ein System vorgehalten werden. Als Gründung dienten Spundbohlen, die später als Stützwand gerammt wurden.
Die MEVA StarTec für die Trogwand
Rechtwinklig zum Rahmen verläuft der Mittellandkanal. Hier wurden die Trogwände mit der Wandschalung StarTec erstellt. Sie beginnen über der Durchfahrt auf Höhe der Decke und reichen 4 m hoch bis zum Niveau des Mittellandkanals 50,30 m über NN zuzüglich 1,00 m Freibord. Im Dezember 2008 werden die Erd- und Wasserbauarbeiten abgeschlossen sein. Dann werden auch die Baugrubenspundwände und Fangedämme zurückgebaut.

Die alte Unterführung. Dahinter befindet sich die 1976 errichtete Unterführung für die in den 90er Jahren errichtete 2. Fahrt des Kanals
Im Schutz der Fangedämme und Spundwände wird die alte Unterführung mit schwerem Gerät abgebrochen
Die nahezu fertig geschalte Unterführung. Im Hintergrund die Kanalbrücken über die Weser, rechts die während der Bauzeit gesperrte 1. Fahrt, links die 2. Fahrt
Zwischen den Rahmenwänden stehen bereits die Türme MEP für die Deckenschalung. Im Vordergrund die noch eingeschalten Flügelwänden.
Bauteilintegriertes selbsttragendes Schalungselement mit Sichtbetonqualität
Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Schalungselement, das aus einer mit technischen Textilien bewehrten Platte besteht. Durch eine spezielle Strukturierung wird das Bauteil stabilisiert und ist somit selbsttragend. Das Schalungselement wird mit einer hydraulisch abgebundenen Matrix (z.B. Feinbeton) ausgegossen, wobei diese das Textil durchdringt. Nach dem Ausschalen hat man ein Fertigbauteil, das nach der Verwendung als Schalungselement (verlorene Schalung) im Bauteil verbleibt, es ist also bauteilintegriert. Derartige Elemente übernehmen die Schalungsfunktion, bilden die Bauteiloberfläche und können auch statisch in die Gesamtstruktur angerechnet werden. Mindestens eine Seite hat Sichtbetonqualität und kann glatt oder strukturiert sein.
Anwendung
Die derzeit verwendeten Schalungselemente müssen nach jeder Betonage entfernt werden. Aufgrund von Verschleißerscheinungen finden die Schalungsplatten nur wenige Male Verwendung. Die neuen Fertigteilelemente werden werksmäßig hergestellt und in das Bauteil integriert. Dadurch ist die Qualität der Betonoberfläche durchweg sehr gut. Weiterhin ist es möglich, strukturierte Oberflächen herzustellen. Eine insgesamt verbesserte und gleichmäßigere Betonqualität kann je nach Einsatz der im Fertigbauteil verwendeten Betonrezeptur auch wesentlich zur Dauerhaftigkeit der Gesamtkonstruktion beitragen. Die Wertschöpfung im Bereich der Fertigteilindustrie wird dadurch vergrößert und neue Marktsegmente können erschlossen werden. Geeignet sind derartige Bauteile insbesondere für großflächige Anwendungen beispielsweise bei Büro- oder Verwaltungsgebäuden.
Aktueller Stand
Die Erfindung wurde im Januar 2004 von der RWTH Aachen zum Patent angemeldet. Berechnungen wurden durchgeführt, verschiedene Muster liegen vor. Weitere Muster können hergestellt werden, auch nach Kundenanforderung.
Alle Vorteile auf einem Blick:
- Verbesserte Rohstoffverwertung, Entsorgung von Schalungsplatten entfällt
- Gute Umweltverträglichkeit
- Hohe Qualität der Betonoberfläche
- Strukturierte und/oder farbige Oberflächen möglich
- Hohe Tragfähigkeit
- Geringes Gewicht
- Gute Verarbeitbarkeit
- Gute Dauerfestigkeit
Die PROvendis GmbH bietet im Auftrag der RWTH Aachen interessierten Unternehmen Lizenzen für dieses Verfahren und zur Produktion entsprechender Bauteile an. Die PROvendis GmbH ist die Patentverwertungsgesellschaft der Hochschulen des Landes NRW
Kontakt:
Dr.-Ing. Ilona Gehrig
Tel.: 0208 94 105 22
Fax: 0208 94 105 50
E-Mail: ig@provendis.info
Web: www.provendis.info
www.lifesciencepatente-nrw.de
Stichwort: BISS
Eine Erfindung der RWTH Aachen
Weltrekord für schiefen Turm von Abu Dhabi
Die Vereinigten Arabischen Emirate, insbesondere Dubai und Abu Dhabi, übertreffen sich gegenseitig mit Bauvorhaben der Superlative. Sei es das höchste Gebäude der Welt, die größte künstliche Insellandschaft oder das luxuriöseste Hotel, alle diese spektakulären Bauwerke konzentrieren sich am Eingang zum arabischen Golf. Mit dem zurzeit in Bau befindlichen und durch eine extreme Neigung charakterisierten Capital Gate-Tower macht Abu Dhabi jetzt Dubai ernste Konkurrenz.

Mit einer Neigung von 18 Grad ist der Capital Gate-Tower das am stärksten geneigte Gebäude der Welt. Den 160 m hohen Ortbetonkern klettert der Generalunternehmer Al Habtoor mit insgesamt 72 Konsolen der Doka-Selbstkletterschalung SKE 50.
Während der Schiefe Turm von Pisa „lediglich“ um vier Grad geneigt ist, ist der Capital Gate mit 18 Grad aus der Vertikalen gelehnt und übertrifft damit den italienischen Campanile um mehr als das Vierfache. Oder noch drastischer ausgedrückt: Der Capital Gate ist mit 33 Prozent mehr als doppelt so steil geneigt wie die berühmt berüchtigte Bergetappe der Tour-de-France auf die L´ Alpe d Huez in den französischen Alpen. Mit dieser extremen Neigung lotet der vom renommierten und weltweit tätigen Architekturbüro RMJM entworfene Turm die Grenzen des technischen Machbaren aus und fordert von allen Projektbeteiligten absolute Höchstleistungen.
Der Generalunternehmer Al Habtoor hat sich für den Bau des zentralen Ortbetonkerns für eine Selbstkletterschalung von Doka entschieden. Ausschlaggebend dafür waren neben den positiven Erfahrungen bei vorangegangenen Projekten vor allem die technisch überzeugende Schalungslösung und das umfassende Dienstleistungspaket, das alle Phasen der Schalungsarbeiten optimiert. Damit hält Doka nicht nur den Weltrekord in der Selbstklettertechnik für das höchste Gebäude der Welt (Burj Dubai), sondern auch für den schrägsten Hochhausturm. Nach der für Ende 2009 geplanten Fertigstellung wird dieser in jeder Hinsicht außergewöhnliche Turm in das „Guinness Buch der Weltrekorde“ Eingang finden und diese Alleinstellung wohl für Jahre verteidigen können.
Der 160 m hohe Turm gründet auf einem extrem dichtbewehrten Betonfundament, für das mehr als 6.000 Kubikmeter Hochleistungsbeton verbaut wurden und das auf insgesamt 490 Bohrpfählen ruht, die 30 m tief in den Boden reichen. Diese enorme Betonmenge wurde mit 850 LKW-Fuhren innerhalb von lediglich 30 Stunden auf die Großbaustelle transportiert und mit 5 Hochleistungsbetonpumpen eingebaut. Der zentrale Ortbetonkern des Capital Gate-Towers ist durch einen elliptischen Grundriss sowie einer Vielzahl an Schächten gekennzeichnet und in dieses massive Stahlbetonfundament zurückgespannt. Damit werden die aus der extremen Neigung resultierenden Horizontallasten abgeleitet und der Turm gegenüber Windlasten sowie bei Erdbeben gesichert.
Für den Ortbetonkern stehen insgesamt 78 Einheiten der hubstarken Doka-Selbstkletterschalung SKE 50 sowie mehr als 1.300 m² Großflächenschalung Top 50 im Einsatz. Aufgrund des erhöhten Betondrucks, der sich aus der Neigung der Schaftwände ergibt, ist die Trägerschalung Top 50 mit zusätzlichen Stahlriegeln verstärkt. Zusätzlich dazu sind die Top 50-Elemente in den Eckbereichen mit speziell gefertigten Stahlwandriegeln ausgestattet und mit einer Schalhaut aus Stahl verstärkt. Diese Verbesserung resultiert aus den Erfahrungen, die Doka während des 2 ½-jährigen Klettereinsatzes am Burj Dubai gemacht hat. Die Selbstkletterkonsolen SKE 50 sind aufgrund der extremen Schieflage des Bauwerks mit speziell für diese Aufgabe entwickelten Aufhängeschuhen sicher am Gebäudekern geführt.
Um die Tragfähigkeit der Kletterkonsolen und Arbeitsplattformen bei gleichbleibend sicherer Verankerung im Gebäude zu erhöhen, werden stärkere Ankerstäbe als sonst üblich verwendet. Die permanente Verankerung der Klettergerüste im Beton und die rundum geschlossenen Arbeitsbühnen gewähren maximale Arbeitssicherheit in allen Phasen des Schalungseinsatzes. Die Schalung für die Schachtinnenwände ist von einer massiven und auf den Kletterkonsolen montierten Galgenkonstruktion abgehängt und kann so einfach mitgeklettert werden.
Mit dieser leistungsstarken Selbstkletterschalung schalt, bewehrt und betoniert die Baustellenmannschaft von AL Habtoor einen Betonierabschnitt pro Woche. Insgesamt werden dabei 42 Betonierabschnitte ohne Schalhautwechsel ausgeführt. Durch den Einsatz eines leistungsstarken Hydraulikaggregats können bis zu 30 Kletterkonsolen auf einmal nach oben geklettert werden. Die Plattformen der Selbstkletterschalung wurden von Doka komplett vormontiert auf die Baustelle geliefert und unter der professionellen Anleitung eines erfahrenen Richtmeisters aufgebaut. „Doka hat die hohen Anforderungen an den Schalungseinsatz zu unserer vollen Zufriedenheit erfüllt. Insbesondere die detailierte Planung des Schalungseinsatzes, die umfassende Betreuung während der Rohbauphase und der hohe Sicherheitsstandard der Selbstkletterschalung haben uns überzeugt“, unterstreicht Projektleiter Mohammad Zakaria von Al Habtoor.
Der Grundriss des Ortbetonkerns ist durch einen elliptischen Grundriss gekennzeichnet und eine Vielzahl an Schächten gekennzeichnet. Dank der detaillierten Schalungsplanung von Doka ist ein reibungsloser Baufortschritt sicher gestellt.mehr Informationen erhalten Sie unter www.doka.com
Golden Mile auf Palm Jumeirah in Dubai
Beton
Betonbau
Schalung
Hochbau
Skelettbauweise
»Palm Jumeirah« : Ein Baustellenbericht

Übersicht über den Stamm der Palm Jumeirah, von Baukränen bepflanzt ist die PASCHAL-Baustelle. Im Hintergrund links an der Spitze der Palme liegt das berühmte Hotel Atlantis.
Bericht von Dipl.-Geol. Frank G. Gerigk
Dubai (Emirat Dubai, Vereinigte Arabische Emirate VAE): Sieben Jahre Bauzeit, 200 Millionen bewegte Kubikmeter Sand, sieben Millionen Tonnen Gesteine, eine Verlängerung der Küstenlinie um 100 Kilometer, … Die »Palm Jumeirah« liegt im Persischen Golf, hat entsprechend des Namens die Form einer Palme mit Stamm, Blättern und Umrandung, und ist die welterste Aufschüttung einer Insel zu Wohnzwecken dieser Dimension. Sie gehörte viele Jahre zu den spektakulärsten, und mit zehnstelligen Baukosten auch absolut teuersten Baustellen der Welt. So gut wie alle Medien der Welt berichteten davon. Ende 2008 wurde sie eingeweiht.
Der Stamm der Palme
Vier Kilometer dieser auch vom Weltraum aus sichtbaren menschlichen Konstruktion machen den Stamm der Palme aus, welcher der größte der einzelnen Inselbereiche ist. Hier stehen keine Villen, wie sie überall auf den Palmwedeln anzutreffen sind, sondern Wohn- und Geschäftsbauten. Sie komplettieren die Palme zu einem eigenständigen Wohngebiet. Während die komplette Palme als »achtes Weltwunder« angepriesen wurde, wird der Stamm »Golden Mile« genannt.
PASCHAL am Golf
Das PASCHAL-Werk G. Maier GmbH mit dem Stammwerk in Steinach (Baden) ist seit vielen Jahren erfolgreich am Persischen Golf tätig und gründete 1997 dort in Bahrain (Königreich Bahrain) in der Hauptstadt Manama die PASCHAL Concrete Forms Co. W.L.L. Bahrain.
Ein Joint Venture dieser Tochterfirma mit einer in den Emiraten tätigen Firma bildete im Oktober 2004 die PASCHAL Emirates LLC Dubai. Beide Firmen liegen weniger als 500 Kilometer voneinander entfernt.
Die Baustelle
PASCHAL Emirates erhielt von der Al Shafar General Contracting Co. den Auftrag, das Schalungsmaterial für den Bau eines großen, 1,0 Meilen (= 1,6 Kilometer) langen Komplexes aus zehnstöckigen Häusern mit Luxusappartements zu liefern; in der Lobby sind Geschäfte untergebracht. Die Bauzeit war auf 30 Monate projektiert. Das gesamte Projekt kostete 1 Milliarde Dirhams (= ca. 200 Millionen Euro).
Für Fundamente, Wände, Aufzugschächte sowie die lastabtragenden Rechteckpfeiler wurde die Raster Universalschalung eingesetzt, die ihre Aufgabe bestens erfüllte. Die Gebäude wurden in Skelettbauweise erstellt. Das bedeutet, dass auf den Fundamenten (siehe das Baustellenfoto) ein oder mehrere Keller- oder Tiefgeschosse mit Betonaußen- und Innenwänden erstellt werden. Ein stabiler Gebäudekern nimmt die technischen Anlagen (Aufzüge, Elektrik, Wasserversorgung) sowie das Treppenhaus auf. Darum herum tragen Betonsäulen und einige wenige tragende Betonwände die Lasten der Gebäudedecken. Die restlichen Innen- und Außenwände bestehen aus Mauerwerk.
Aussichten
Die »Golden Mile« ist inzwischen fertiggestellt als erstes Riesenprojekt dieser Art und wird gerade bezogen. Die internationale Bankenkrise hat auch die VAE getroffen. Grundstücks- und Wohnungspreise sind stark eingebrochen.Es gibt jedoch nicht nur schlechte Wirtschaftsnachrichten. Das Investitionsklima profitiert von den niedrigeren Preisen.
Bilder:


Baubeginn: Fundamentierarbeiten

Ursprüngliche Planungsansicht
Weitere Informationen erhalten Sie bei:
PASCHAL-Werk G. Maier GmbH
Dipl.-Geol. Frank G. Gerigk
Kreuzbühlstraße 5
D-77790 Steinach
Tel. 00 49 78 32 / 71 –2 86
Fax. 00 49 78 32 / 71 –2 09
frank.gerigk@paschal.de
www.paschal.de
Sichtbeton – sicher planen und ausführen

Sichtbeton unterstreicht besonders eindrucksvoll die architektonische Wirkung eines Bauwerks
Sichtbeton mit besonders hoher gestalterischer Bedeutung – zum Beispiel repräsentative Bauteile im Hochbau – erfordert ein hohes Maß an Sach- und Fachkenntnis, gute Vorbereitung und qualifiziertes gewerbliches Personal. Es ist empfehlenswert, im Planungsstadium alle maßgeblichen Fachleute an einen Tisch zu holen, um Maßnahmen und Vorgehensweise zu besprechen.
Gestaltung der Betonfläche durch die Schalung
Sichtbeton ist vorrangig im Wandbereich zu finden, seltener bei Deckenuntersichten. Wandschalungen teilen sich im Wesentlichen in 3 Kategorien: Rahmenschalungen, Trägerschalungen und Sonderschalungen. Jede Schalung beeinflusst das Sichtbetonergebnis hinsichtlich der Ansichtsfläche vorwiegend durch die Schalhaut. Rahmenschalungen sind im Regelfall mit einer nicht saugenden Plex- oder Kunststoff-Platte belegt. Trägerschalungen und vor allen Dingen Sonderschalungen lassen sich hingegen mit Schalhaut nach Wahl des Auftraggebers belegen. Grundsätzliche Unterschiede in der Auswahl der Schalhaut bestehen hinsichtlich ihres Saugverhaltens:
Saugende Schalhaut entzieht Luft und/oder Überschusswasser aus den Betonrandzonen. Ergebnis sind Oberflächen mit wenig Poren und einem relativ gleichmäßigen Farbton. Tendenziell erscheinen diese Flächen eher dunkel.
Saugende Schalhaut führt demnach zu einer Betonoberfläche mit folgenden Vorteilen:
Demgegenüber ermöglicht nicht saugende Schalhaut die Herstellung nahezu glatter Oberflächen. Sie begünstigt allerdings die Entstehung von Poren, Marmorierungen, Wolkenbildungen und Farbtonunterschieden. Tendenziell erscheinen diese Flächen eher hell.
Liegen unterschiedlich stark saugende oder nicht saugende Schalungsflächen nebeneinander, so sind Farbtonunterschiede unvermeidbar. Beispiele dafür sind:
Neben Art, Material, Einsatzhäufigkeit und Reinigungszustand der Schalhaut gibt es weitere Einflüsse auf Farbton, Porengröße und Porenverteilung in der Ansichtsfläche, wie z. B.:
Trapez- oder Dreikantleisten können Arbeits- und Scheinfugen als Gestaltungsmerkmal besonders hervorheben oder durch andere gestalterische Maßnahmen kaschieren. Im Bereich von Leisten ist besonders auf die Betondeckung über der Bewehrung zu achten. Ohne zusätzliche Maßnahmen sind Stöße zwischen den Schalelementen niemals völlig wasserdicht und führen über eine Veränderung des Wasser/Zement-Wertes zur Dunkelfärbung im Stoßbereich. Bei Sichtbetonflächen sind diese Schalungsstöße deshalb abzudichten gegen Auslaufen von Zementleim. Geschlossen- oder offenzellige Dichtungsbänder vermeiden den Wasseraustritt und sind im Leistungsverzeichnis gesondert zu beschreiben.
Betonflächen sind das Spiegelbild der Schalung. Insbesondere beim Einsatz von leicht verdichtbaren Betonen (LVB) oder selbstverdichtenden Betonen (SVB) zeichnet sich auf der ausgeschalten Fläche jedes einzelne Detail der Schalung ab. Damit erhält die Art der Schalhautbefestigung besondere Bedeutung. Die übliche Maschinennagelung ist zwar einfach und schnell herzustellen, jedoch ist die Eindringtiefe des Nagelkopfes in die Schalhaut kaum exakt einstellbar. Auf der ausgeschalten Fläche werden sie sich als Vertiefungen oder Betonwarzen abzeichnen. Bessere Optik bringt eine sorgfältige, aber auch zeitraubendere und damit teurere Nagelung von Hand. Für extrem gleichmäßige Ansichtsflächen sind Abstände und Eindringtiefen von Schrauben- oder Nagelbefestigungen vorher zu planen und genau einzuhalten. Sind Schrauben- oder Nagelabdrücke unerwünscht, erlaubt eine zusätzliche Sparschalung das unsichtbare Verschrauben der Schalhaut von hinten – bei erheblich höherem Material- und Montageaufwand.
Sollen Ankerstellen ein gleichmäßiges Raster aufweisen, ist dies in einem entsprechenden Schalungsmusterplan festzulegen. Es empfiehlt sich, Ankerlöcher nicht flächenbündig abzuspachteln, da dies in der Regel zu unbefriedigenden Ergebnissen führt. Eine meist bessere Optik wird durch den Einsatz von zurückspringend eingeklebten Konen erreicht.
Quelle: www.doka.com
Zaha Hadid – Inn-Brücke Hungerburgbahn Innsbruck, Tirol
Inbetriebnahme: Dezember 2007

Neues Wahrzeichen perfekt in Form gebracht
Mit der Hungerburgbahn ist Innsbruck nicht nur um ein leistungsstarkes Nahverkehrsmittel reicher, sondern verfügt auch über eine anziehende touristische Attraktion. Die 1,8 Kilometer lange Standseilbahnverbindung führt direkt von der Innsbrucker Innenstadt auf das alpine Naherholungsgebiet Nordkette. Für die architektonische Gestaltung der vier Stationsgebäude sowie die Schrägseilbrücke über den Inn-Fluss zeichnet die britische Star-Architektin Zaha Hadid verantwortlich, die in Innsbruck mit der Berg-Isel-Skisprungschanze bereits ein international beachtetes Großprojekt verwirklicht hat.
Die Pylone der neuen, 250 Meter langen Inn-Brücke markieren mit 32,5 m Höhe und ihrer außergewöhnlichen Form einen der architektonischen Höhepunkte des Gesamtprojekts. Die Strabag hat sich zur Herstellung der schlankdimensionierten Pylone für eine Schalungslösung von Doka entschieden. Dabei spielte die Kompetenz von Doka in den Bereichen Sichtbeton und Fertigservice eine ganz wesentliche Rolle.
Individuelle Schalungslösung für komplexen Pylon

Die beiden 32,5 m hohen Pylone sind durch einen unsymmetrischen, veränderlichen Querschnitt gekennzeichnet. Darüber hinaus verfügen die Pylone über eine Neigung von sieben Grad und eine deutlich erkennbare Taillierung. Pro Pylon waren insgesamt 11 Betonierabschnitte auszuführen. Der veränderliche Querschnitt und die Vorgabe nach einer konstanten Brettaufteilung über den gesamten Pylonumfang machte für jeden Betonierabschnitt einen eigenen Satz Formholzkästen erforderlich, die vom Doka-Fertigservice einsatzfertig auf die Baustelle geliefert wurden. Um trotz der beengten Platzverhältnisse eine optimale Baustellenlogistik zu gewährleisten, lieferte Doka die 64 individuell geformten Schalungskästen just-in-time für jeden Betonierabschnitt. Die flügelartige Anordnung der Trägerschalung Top 50 ermöglichte eine optimierte Querschnittsanpassung. Entsprechend den Vorgaben an die Sichtqualität der Betonoberfläche wurde einen Belegung mit gehobelten Brettern gewählt. Eine zusätzliche Anforderungen an die Betonoberfläche bestand in der Ausführung nicht betonter Arbeitsfugen. Durch die Verwendung des Dichtungsbandes KS konnte der Austritt von Zementschlämme verhindert und eine exakte Trennlinie erzielt werden.
Eine zusätzliche Herausforderung bestand in der Ausführung der parabelförmigen Pylonspitze. Auch diese spezielle Anforderung konnten die Experten des Doka-Fertigservice mit einer ausgefeilten Sonderschalung perfekt lösen.
Sonderlösung für hohe Standfestigkeit
Als Aufstandsfläche für die Sonderschalung wurde eine Plattform aus mietbaren SL-1 Stahlträgern errichtet, die mit dem leistungsfähigen Traggerüst Staxo unterstellt wurde. Diese Plattform zeichnete sich durch zwei in Längs- und Querrichtung verschiebbare Ebenen aus, die eine optimale Anpassung an die Querschnittsänderungen und den Neigungswinkel der Pylone ermöglichte. Bei der Planung wurde auf eine hohe Stabilität der Plattform großes Augenmerk gelegt und diese an die bereits fertiggestellten Betonierabschnitte fixiert. Rundum geschlossene Arbeitsbühnen und ein integrierter Treppenturm komplettieren die umfangreiche Sicherheitsausstattung
Wirtschaftliche Tunnelschalung im Großeinsatz
Zwischen der Talstation Congress und der Zwischenstation Löwenhaus verläuft die Trasse der neuen Hungerburgbahn unterirdisch. Wand- und Deckenflächen des 370 m langen Tunnelbauwerks wurden in einem Betonierabschnitt hergestellt. Wegen der geringen Querschnittsbreite wurde ein Schalwagen aus einer Kombination von Framax Xlife und Trägerschalung Top 50 eingesetzt. Die Ableitung der Deckenlasten und das Verfahren der gesamten Schalung erfolgte mit Traggerüst Staxo auf Panzerrollen. Um die Ausschalzeiten zu minimieren wurde die betonierte Decke mit einer fahrbaren Konstruktion aus SL1 Profilen und Anker nach oben gehängt. Insgesamt wurden für den Rennwegtunnel 37 Betonierabschnitte ausgeführt.
Unmittelbar nach dem Rennwegtunnel quert die Hungerburgbahn den Inn und ist im Anschluss daran bis zur Station Alpenzoo wiederum unterirdisch geführt. Die Betonauskleidung des Portalbereichs des bergmännischen Tunnels wurde auf einer Länge von 30 m mit einer Sonderlösung von Doka hergestellt.
Im Ulmenbereich wurde die Auskleidung mit Trägerschalung FF20 und Abstützbock variabel gelöst. Für den Scheitelbereich stand ein Schalwagen aus einer Kombination aus Traggerüst Staxo und Trägerschalung Top 50 im Einsatz. Auch hier wurden die Elemente weitestgehend vom Fertigservice montiert und termingenau angeliefert. Die Schalungslösung konnte durch den Einsatz mietbarer Normteile optimal an die geringen Einsatzzahlen angepasst werden.
1 Einsatz pro Abschnitt, immer gleiche Brettaufteilung von unten bis oben trotz Verjüngung


Text- und Bildquelle: Doka
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Eine detaillierte Beschreibung zu dem Bauprojekt: Zaha Hadid, Hungerburgbahn finden Sie auf beton.org, eine Veröffentlichung von Opus C:
hier
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Technische Daten und Bilder der neuen Hungerburgbahn:
Konzessionsgeber: Innsbrucker Nordkettenbahnen GmbH
Konzessionsnehmer: Nordpark Errichtungs- und Betriebs GmbH
Fassungsvermögen: 130 Personen + 1 Wagenbegleiter
Kapazität: 1200 Personen / Stunde
Fahrgeschwindigkeit: 10 m/s Fahrzeit: ca. 8 min
Streckenlänge: 1797 m
Höhenunterschied: 288 m Streckenanteil oberirdisch: 54 % Streckenanteil unterirdisch: 46 %
Stationen: 4 (Congress, Löwenhaus, Alpenzoo, Hungerburg)
Tunnel: 2 (Rennwegtunnel 371,5 m, Weiherburgtunnel 445 m) Innbrücke: Schrägseilbrücke aus Stahl / 241,5 m lang / 4,7 m breit / zwei 34 m hohe Pylone Totalunternehmer: STRABAG AG
Seilbahntechnik: Leitner
Subplaner Architektur: Zaha Hadid Architects
Generalplaner Ingenieurbüro: ILF Beratende Ingenieure ZT GmbH Hochbau und Baumanagement: Malojer Baumanagement GmbH & Co.
Quelle: www.cable-car.de
Nachfolgende Bilder stammen ebenfalls von der Website: www.cable-car.de. Das Betrachten der Fotos erfolgt über externe Links:
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Text- und Bildquelle: http://www.cable-car.de/hungerburgbahn_innsbruck.htm, Fotos: N. Kaldenbach
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Nachfolgend finden Sie weitere Abbildungen zum Vergrößern (externe Links):
Optische Schieflage – drei Brücken in Stahlbetonbauweise
Optische Schieflage

Alles NOEtop Systemteile bis auf den Holzausgleich.
Widerlager der Brücken für die Neubaustrecke der B 464 mit NOE geschalt
Im Zuge der geplanten Aus- und Neubaustrecke der B 464 von Sindelfingen nach Renningen werden zunächst drei Brücken in Stahlbetonbauweise errichtet. Als Schalungsspezialisten holte sich das ausführende Bauunternehmen BSN aus Reutlingen die NOE Schaltechnik, Süssen ins Boot.
Was auf den ersten Blick wie ein gewöhnliches Brückenbauwerk aussieht, bekommt beim zweiten Hinsehen ein völlig anderes Bild. Denn sowohl das erste der 3 Brückenbauwerke mit 5 Meter Höhe als auch die beiden Bauwerke mit jeweils 8 Meter Höhe kommen einem ziemlich schräg vor. „Die Widerlager sind vorne alle mit Anlauf, sprich die stehen nicht senkrecht, sondern fallen nach hinten weg“, erklärt Hans-Peter Nill, Geschäftsführer der BSN, Reutlingen die optische Schieflage. Das bedeutet, bei allen drei Bauwerken ist die vordere Widerlagerwand nach oben hin bis zu 1,5 Meter geneigt. Dabei verlaufen auch die Flügelwände nicht im rechten Winkel, sondern schräg zur Widerlagerwand.
mm-genaues Arbeiten
Eine Herausforderung die NOE-Schaltechnik in zweifacher Hinsicht bestens gelöst hat. Zum einen mit Verwendung der NOEtop Rahmenschalung und zum anderen durch die dreidimensionale Darstellung der Konstruktion im CAD. So konnten die Spezialisten bei NOE die Maße für die Ausgleichskeile ermitteln. Nach den von NOE gelieferten Plänen wurden die „Ausgleichskeile“ von BSN gefertigt.
Das Finale, ob die Konstruktion passt, konnte ausschließlich auf der Baustelle durchgeführt werden. Dort wurden die Flächen auf dem Boden vormontiert und aufgestellt. Änderungen während der Bauphase waren grundsätzlich nicht möglich. Alles musste auf den berühmten Millimeter genau passen. Denn bei Änderungen hätte die komplette Schalung wieder demontiert werden müssen. Es musste übrigens keine Schalung wieder demontiert und neu eingepasst werden.
Vorteil durch integrierte Gurtung
„Ein großer Vorteil war die integrierte Gurtung der NOEtop Rahmenschalung. Dadurch hatten wir kein Problem die vordere Schalung so stark zu neigen. Außerdem konnten die Spannstäbe wegen des hohen Bewehrungsgrades nicht immer an den vorgesehenen Positionen platziert werden, sondern mussten immer wieder verschoben werden. Bei der NOEtop mit der integrierten Gurtung war dies ohne Aufwand möglich, “ erklärte Nill. Ein weiterer Vorteil waren die NOEtop Großflächenelemente von 5,30 x 2,65 m. Als optimal erwies sich auch der hohe Betonierdruck von 88 kN, den die Schalung aushält.
Zum Einsatz kamen bei dem ersten Brückenbauwerk 180 m² NOEtop, beim zweiten und dritten Bauwerk rund 380 m² NOEtop Rahmenschalung. „Das war für dieses Projekt schon die wirtschaftlichste Lösung“, bestätigt der Fachmann und fügt hinzu, „wo andere auf Trägerschalung gegangen wären hatten wir durch die NOEtop Rahmenschalung mit integrierter Gurtung Flexibilität und Kosteneinsparung. Und was das komplette Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss führte, lag nicht zuletzt auch an der guten Betreuung durch die NOE-Schaltechnik, Süssen“.

Dass mit relativ wenigen Abstützungen sehr viel Fläche gestellt werden kann ist ein wesentlicher Vorteil der NOEtop Großflächen-Elemente.

Auf den mm genau wurden die Ausgleiche gefertigt. Möglich wurde dies durch dreidimensionale Computeranimationen denen die genauen Abmessungen entnommen werden konnten.

Beton-Oberflächen die überzeugen.
Bilder und Texte: NOE Schaltechnik, Süssen
Begriffserklärungen zu „Schalung“ (externe Links zu Baulexikon):
Schalhaut
Rahmenschalungen
Stützenschalungen
Rundsäulenschalungen
Kletterschalungen
Dämmschalungen
Deckenrandschalungen
Ringbalkenschalungen
Sturzschalungen
GSV Merkblätter / GSV Instructional Booklets
Das vorliegende Merkblatt definiert den Leistungsumfang und in Verbindung
mit der GSV-Richtlinie „Qualitätskriterien von Mietschalungen“ in
der jeweils gültigen Fassung die dazugehörigen Qualitätskriterien für Mieter
und Vermieter von Schalungen und dient damit der Transparenz.
GSV-Merkblatt Mietschalung
Fassung Januar 2006
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This booklet defines the scope of services and, together with the GSV
guidelines, “Quality Criteria of Rental Formwork” – the latest editions apply
in each case – the relevant quality criteria for customers and rental
formwork companies, and serves to provide transparency in this sector.
GSV
guidelines Rental Formwork
Edition: 01.2006
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Die vorliegende Richtlinie „Qualitätskriterien von Mietschalungen“ definiert
Merkmale von Mietschalungen, die bei der Auslieferung des Mietmaterials
einzuhalten sind und bei der Rücklieferung als Bewertungsmaßstab des Materials
dienen.
GSV-Richtlinie: Qualitätskriterien von Mietschalungen
Fassung April 2003
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The “Quality Criteria for Rental Formwork“ guidelines have defined the various
features of rental formwork that must be maintained for deliveries of rental
materials and, for return deliveries, serve as the material assessment factor.
GSV Guidelines: Quality Criteria for Rental Formwork
Version April 2003
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Die vorliegende Richtlinie „Handhabungs- und Pflegehinweise für Schalungssysteme“ des Güteschutzverbandes Betonschalungen e.V. definiert die Mindestanforderungen an einen sach- und fachgerechten Umgang sowie Pflege
von Schalungssystemen. Dieses ist erforderlich, damit ein wirtschaftlicher und
technisch einwandfreier Einsatz über die vorgesehene Nutzungsdauer gewährleistet ist.
GSV-Richtlinie Handhabungs- und Pflegehinweise für Schalungssysteme,
Fassung Oktober 2003
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These „Handling and Maintenance Instructions for Formwork Systems“ guidelines
issued by the Quality Protection Association for Concrete Formwork define
the minimum requirements for appropriate and correct handling as well
as the maintenance of formwork systems. This is necessary to ensure costeffective
and technically efficient utilisation over the intended working life.
GSV Guidelines: Handling and Maintenance Instructions for Formwork Systems,
Version October 2003
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Hrsg.: Güteschutzverband Betonschalungen e.V. (Quality Protection Association for Concrete Formwork)
Größtes im Bau befindliches Dammbauwerk in Mitteleuropa

Abb.: Größtes im Bau befindliches Dammbauwerk in Mitteleuropa
PASCHAL liefert die starke Athlet-Schalung für den Hochwasserschutz
35 m breites und 100 m langes Durchlassbauwerk mit 1,75 m dicken Mauern
Baustellenbericht von Dipl.-Geol. Frank G. GERIGK
Der Klimawandel lässt sich nicht wegdiskutieren. Damit einher gehen veränderte Niederschlagsbedingungen für ganz Europa. Die anhand der alten Klimamodelle erstellten Berechnungen für die schlimmsten in 100 Jahren denkbaren Hochwässer wurden von der Realität mittlerweile gleich mehrfach übertroffen.
Flussbegradigungen der letzten 200 Jahre sowie das Vordringen von Neubaugebieten in Überflutungsareale haben die Problematik weiter dramatisiert.
Das verheerende Hochwasser von 1990 hatte das Land Baden-Württemberg zum Anlass genommen, 1992 das Integrierte Donau-Programm (ITP) ins Leben zu rufen, das Ökologie und Hochwasserschutz verknüpfen sollte. Die Hochwasser von 1993 und 1994 unterstrichen diese Bedeutung drastisch. Über 200 (vor der Finanzkrise) geplante und begonnene Projekte für Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser werden in den nächsten Jahren etwa 900 Millionen Euro erfordern. 2006 war dann der Spatenstich für das Hochwasserrückhaltebecken Wolterdingen, das im Moment das größte im Bau befindliche Dammbauwerk in Mitteleuropa ist.
Wolterdingen (Schwarzwald-Baar-Kreis, Baden-Württemberg): Wie können die Anrainer der Donau besser vor Hochwasser geschützt werden? Vor allem, indem man die kräftigsten Nebenflüsse bändigt. Die bescheiden und nicht viel größer als ein Dorfbach anmutende Breg, die bei Donaueschingen zusammen mit der Brigach die Donau bildet, hat mit 183 Quadratkilometern allerdings ein sehr großes Einzugsgebiet im Naturpark Südschwarzwald und ist daher besonders anfällig für Hochwasser. Am westlichen Ortsausgang von Wolterdingen wurde die ideale Stelle gefunden, um ein Hochwasser-Rückhaltebecken zu errichten. Quer durch das schmale Tal wird ein 110 Meter breiter, 460 Meter langer und bis zu 18 Meter hoher Erddamm errichtet, der das Bregtal auf vier Kilometer Länge mit 4,7 Millionen Kubikmeter Wasser auf 70 Hektar Fläche aufstauen kann. Der Hochwasserabfluss wird dadurch stark gemindert und der Hochwasserspiegel sämtlicher Gemeinden bis Riedlingen, das ca. 130 km flussabwärts liegt, gesenkt.
Das Regenrückhaltebecken ist als Trockenbecken (mit Fischtreppen) konzipiert, das die Breg nur bei Hochwasser aufstaut, welches man alle fünf bis sieben Jahre erwartet.
Das Durchlassbauwerk
Zentrum und Kernstück des Damms ist das 100 Meter lange Durchlassgebäude, das 2007/2008 von der Emil Steidle GmbH & Co KG (Sigmaringen) im Auftrag des Regierungspräsidiums Freiburg komplett aus Ortbeton hergestellt wurde. Der Querschnitt ist kastig und U-förmig, wobei die Außenwände an der Basis 1,75 und am Top 0,80 Meter dick sind; die Innenseiten sind senkrecht, die Außenseiten im Verhältnis 1:20 nach innen geneigt. Parallel zur Fließrichtung stehen im Inneren zwei weitere 1,5 Meter dicke Mauern. Diese führen die mächtigen Absperrriegel.
Am Ausfluss senkt sich die Bodenplatte radial um einige Meter zum so genannten Kolksee ab; gleichermaßen verbreitern sich die Ausmaße auf 35 Meter wie bei einem „T“. Insgesamt hat das Bauwerk eine Höhe von 19,0 Metern. Die Staumauer wird 16,9 Metern Wasserhöhe widerstehen. Decken von 0,75 bis 0,96 Meter Dicke schließen das Gebäude nach oben ab. Für die Baugrube und das Umleitungsgerinne mussten 20.000 m³ Erdreich ausgehoben werden, davon 7.900 m³ Oberbodenabtrag.
Um die komplette Baugrube herum wurden über fünf Meter tiefe Schlitzwände erstellt, die mit Bentonit gefüllt wurden. Damit wurde der Zutritt von Fluss- und Grundwasser stark eingeschränkt. Der Damm soll zukünftig auch als westliche Umgehungsstraße für Wolterdingen fungieren; ein teures Brückenbauwerk wird hierdurch eingespart.
Schalarbeiten
Bereits in der Angebotsphase wurden Arbeitsvorbereitung und Taktplanung
mitberücksichtigt. Mit der ATHLET von PASCHAL konnte ein effizientes und schlüssiges Schalkonzept erstellt werden, das Aufwand und Verschleiß minimierte sowie die Arbeitsgeschwindigkeit und die Sicherheit verbesserte. Die Aufgaben sahen vor:
• Das Einschalen von zunächst 11,20 Meter Höhe in Taktbauweise,
• dabei enthaltend eine fest montierte und samt Schalung umsetzbare Sicherheitskonsole mit ebenso fest montierten Laufbelägen, Handläufen und Leitern, die MULTIP, sowie
• zusätzliche 8,40 Meter Schalhöhe als Kletterschalung;
• hierbei wurde die Last der Schalung von 4,00 Meter (!) auskragenden Stützböcken aufgenommen, die – horizontal gelegt – als Kletterkonsolen fungierten.
• Die Windlasten der Kletterschalung wurde auf der Gegenseite über GASS-Türme, die auch als Arbeitsgerüste dienten, abgetragen.
• Taktgrenzen und Fugen waren vom Planer bereits vorgegeben.
Die in 5,30 Meter Höhe gelegenen Decken des dreigeteilten Auslauf-Stollens sind bis 90 Zentimeter dick. Verfahrbare, projektbezogene Einheiten zu jeweils zwei Deckentischen mit jeweils 4,20 m Länge und 4,50 m Breite unterstützten die 11,60 Meter langen Betoniertakte. Die als Rammschild gegen schweres Treibgut gedachte „Tauchwand“ „schwebt“ freitragend in 12,80 Meter Höhe vor dem Auslassbauwerk und ist selbst 4,65 Meter hoch und 1,30 Meter dick.
Dabei konnte die Athlet viele Vorteile ausspielen:
• geringe Anzahl von Spannstellen,
• Frischbeton-Druckaufnahme von 92 kN/m² nach DIN 18218,
• strengste Ebenheitstoleranzen nach DIN 18202, Tabelle 3, Zeile 7
• schnelles Umsetzen samt montierter MULTIP per Kranspiel.
Die Athlet
Die Großflächenschalung ATHLET ist eine Stahl-Rahmenschalung, welche sich hervorragend für den Einsatz im Industrie- und Ingenieurbau eignet. Sie bietet Rekordwerte bezüglich der Frischbetondruckaufnahme, der eingehaltenen Ebenheitstoleranzen und der geringen Anzahl von Spannstellen im Beton. Das durchdachte Schalungssystem erschließt darüber hinaus vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Hoch- und Tiefbau. Hohlkastenprofile aus hochfestem Stahl mit 16 cm Bauhöhe, trapez- bzw. hutförmige Querprofile, entsprechende Materialstärken und ihre konstruktive Optimierung erlauben höchste Frischbetondrücke.
Insgesamt wurden fast 1.000 m² Schalung gestellt. Der frische C35/45-Beton wurde zur Nachbehandlung noch 7 Tage in der Schalung belassen. Für das Bauwerk wurden 7.500 m³ Beton verbraucht und über 1.000 Tonnen Stahl.
Bauleiter Dipl.-Ing. Arno Fischer: „Die 1,5 Meter dicken Mauern bis in 19,00 Meter Höhe zu bewehren, waren nicht einfach; wir hätten eigentlich ein zwischen den Schalungen stehendes Gerüst gebraucht, doch hierfür fehlte uns der Platz. Aber wir wussten uns zu helfen.“ Und, über die Zusammenarbeit mit dem Schalungslieferanten: „Von der Arbeitsvorbereitung über die Logistik, die Einweisung des Baustellenpersonals, die Nachlieferung zusätzlichen Materials … alles wurde perfekt gelöst.“
Traggerüste
Die Deckenarbeiten für die Fahrbahnplatten in 18,60 Meter Höhe wurden durch das Große Aluminium-Stützensystem GASS ermöglicht. Verkompliziert wurde das Bauwerk unter anderem durch längs der Mitte in etwa 10 Meter Höhe gelegene torpedoförmige Maschinenkammer, die den Staubalken durchdringt. Bereichsweise musste in verschiedenen Etagen und um Vorsprünge herum unterstützt werden.
Es wurden auch in dieser Höhe Stützenlasten bis 85 kN (also etwa 8,5 Tonnen!) pro Stiel abgeleitet.
Das Große Aluminium-Stützen-System GASS von PASCHAL ist eine Weiterentwicklung der auf dem Markt befindlichen Aluminium-Traggerüstsystemen. Mit einer zulässigen Tragkraft von 140 kN pro Stütze ist es das tragfähigste Aluminium-System, das sogar viele Systeme aus Stahl übertrifft. Es wird durch einen Aussteifungsrahmen stabilisiert und bildet so einen Turm. Der annähernd runde Querschnitt der Stütze ist die statisch optimale Form, mit wenig Material große Kräfte aufzunehmen. Die identisch aufgebauten Kopf- und Fußplatten haben durch ihre schachbrettartig strukturierte Oberfläche eine passgenaue Verbindung. Um das Gerüst schnell und sicher auf die jeweilige erforderliche Höhe zu bringen, wird diese mit einer Spindel eingestellt. Bei unebenem Grund und unterschiedlichen Endhöhen kann man an beiden Enden der Stütze eine Spindel montieren.
Im Vergleich zu anderen Systemen müssen weniger Stützen und andere Systemteile eingesetzt werden. Dies bedeutet nicht nur Zeiteinsparungen an Montage und Demontage. Wegen der einfachen und schnellen Handhabung aufgrund des geringen Eigengewichtes sowie des leicht zu verstehenden Zusammenbaus der Teile ist GASS vergleichbaren Systemen überlegen.
Aussichten
Anfang 2008 wurden die Betonarbeiten beendet und die Vorarbeiten für die Dammschüttungen ausgeführt. 2009 haben die Dammbauarbeiten begonnen; das Material wird Kosten und Wege sparend in unmittelbarer Nähe aus dem Berg gebrochen und mit geschätzten 30.000 Lkw-Fahrten transportiert. 2011 soll das Becken in Betrieb gehen. Die Kosten sind mit 22 Mio. Euro veranschlagt, davon 5 Mio. für das Durchlassbauwerk; die Donau-Anrainergemeinden engagieren sich mit 30 %. Zum Vergleich: Allein das Verhindern der volkswirtschaftlichen Schäden durch ein einziges großes Hochwasserereignis würde die Bauwerkskosten bereits wieder gut machen!
Vorarbeiten
In den Jahren 1997 bis 1999 wurde die raumordnerische Beurteilung durchgeführt, die mit dem Raumordnungsbeschluss endete. Im Jahre 2000 wurde mit der Objektplanung begonnen, die auch geotechnische Gutachten enthielt. 2003 wurde die Planfeststellung beschlossen.
Projektverlauf
13. Juli 2006: Spatenstich und Eröffnung der Bauphase
2006 bis 2008: Ausführung der Stahlbetonarbeiten
2006 bis 2011: Ausführung der Stahlwasserbauarbeiten
2008 bis 2011: Ausführung der Dammschüttung
2011: Inbetriebnahme des Hochwasserrückhaltebeckens
Arbeitssicherheit und Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeit eines Schalsystems hängt von vielen Einflussfaktoren ab. Ob man Lohnstunden einsparen kann, hängt auch davon ab, wie das eingesetzte Schalungssystem an verschiedene Grundrisse angepasst werden kann. Hierfür wiederum sind die jeweiligen Ausmaße der Schalelemente und die Anzahl der Zubehörteile mit entscheidend. Noch zu wenig Bedeutung wird in der Regel den Arbeitsplätzen an der Schalung beigemessen. Es sind zwar einzelne Lauf- oder Gerüstkonsolen lieferbar, doch diese müssen meist noch mit bauseits zu stellenden Belägen vervollständigt werden. Dazu ist aber relativ viel Zeit erforderlich und auch das Ergebnis entspricht nicht immer den bestehenden Vorschriften und Richtlinien bzgl. der Arbeitssicherheit. Kombiniert man jedoch die Schalsysteme von PASCHAL mit der MULTIP, der multifunktionalen Arbeitsplattform, dann liefert dieses Komplettsystem aus Schalung und Gerüst noch bessere Schalzeiten, verbunden mit der notwendigen Arbeitssicherheit. Diese ist gerade bei 20 Meter hohen Schalungen besonders wichtig. Die Basis dieses Komplettsystems sind fertige Beläge aus Stahl mit einem integrierten Seitenschutz, passend zu den Breiten der großflächigen Schalelemente. Diese bleiben nach einer einmaligen Vormontage stets mit dem Schalelement verbunden und können zusammen mit diesem per Kranspiel umgesetzt oder per Lkw transportiert werden, da sie raumfreundlich klappbar sind.
Somit entfällt die sich ständig wiederholende Montage und Demontage von Einzelkonsolen und losen Belägen. Der größte Vorteil besteht darin, dass alle Arbeiten an der Schalung sicher aus- geführt werden können. Das Montieren oder Demontieren der Krananhängungen, das Setzen und Lösen von Spannankern und Verbindungsmitteln oder das Befestigen einer zusätzlichen Gurtung erfolgt von sicheren Arbeitsplätzen aus schneller, und dadurch werden die Schalzeiten weiter minimiert.
Weitere Informationen:
PASCHAL-Werk G. Maier GmbH
Leitung Internationales PR-Management
Dipl.-Geol. Frank G. Gerigk
Kreuzbühlstraße 5
D-77790 Steinach
Autor:
Tel. 0 78 32 / 71 –2 86
Fax. 0 78 32 / 71 –2 09
mobil 01 70 / 9 00 01 93
frank.gerigk@paschal.de
www.paschal.de
Sporthalle „Cocodrillo“, Universität St. Gallen
Ein Lorbeer für die Sporthalle
Aus dem Ölberg wächst der Lorbeer. Es ist ein Faszinosum der besonderen Art, das es auf dem Gelände der Universität St. Gallen zu sehen gibt. Auch scheint hier die natürliche Landschaft mit der gebauten Architektur zu verschmelzen. Die als Blätterwald aus Lorbeeren strukturierte Sichtbetonfassade der neu gebauten Sporthalle ist der Natur abgeschaut und wächst gleichsam aus dem grünen Hügel, der sich Ölberg nennt.
Die Universität St. Gallen ist seit Jahren hoffnungslos überbelegt, Platzmangel ist der tägliche Begleiter der Studierenden. Mit dem Projekt „Sanierung und Erweiterung der Universität St. Gallen“ sollen nun die bestehenden Gebäude den heutigen Bedürfnissen anpasst und u. a. mit einer Sporthalle gleichzeitig die notwendigen Erweiterungen realisiert werden.
Den Architekten Lauener + Baer aus dem Schweizerischen Frauenfeld schwebte
bei ihrer Konzeption der Sporthalle, dem Projekt „Cocodrillo“, eine Verschmelzung von natürlicher Landschaft und gebauter Architektur vor. Aus der Hügelkuppe des Ölbergs „stoßen drei Plateaus hervor“, heißt es in einer Veröffentlichung, „die mit dem vorgelagerten Sportplatz als vierter Ebene zusammenwachsen.“ Daraus lässt sich auch die innere Struktur der Sporthalle ablesen, die sich in Eingangsbereich, Sporthalle sowie Gymnastik- und Fitnessräume im zweiten Geschoß unterteilt. Dabei ist die Halle ein Stockwerk tief in das Gelände eingelassen, so dass zum einen die Glasfassade und zum anderen dreiseitig die ein- bis zweistöckige Sichtbetonfassade mit ihrer Lorbeerstruktur ins Auge sticht. Großformatige, den jeweiligen Bauformen angepasste Fertigteile sind es, die mit ihrer Struktur den Eindruck raschelnder Lorbeerbüsche vermitteln. Im Werk der Element AG in Veltheim konnten die rund 130 Fertigteile auf der Basis von lediglich sechs NOEplast Sondermatten mit Lorbeerstruktur problemlos hergestellt werden.
Verdiente Lorbeeren
Dem originären Verwendungszweck der Sporthalle kommen allerdings die Provisorien für Lehrbetrieb und Verwaltung der Universität St. Gallen zuvor, die für die Zeit der Sanierung des Institutsgebäudes u. a. in der Sporthalle untergebracht werden müssen. Das war schon im Planungsstadium eine riesige Herausforderung für die Verantwortlichen. Galt es doch damals schon, die einzelnen Sanierungs- und Neubauetappen mit den Vorlesungs- und Prüfungsterminen zu koordinieren. Dafür haben sie sich in jedem Falle schon ihre ersten Lorbeeren verdient; die müssen in diesem Fall ja nicht unbedingt aus Beton sein.
Die PU-Strukturmatrizen von NOEplast sind im Ortbetonbau genau so wie in Fertigteilwerken einzusetzen, wobei die robusten Eigenschaften der PU-Matrizen hundert und mehr Einsätze erlauben.

Bauherr:
Kanton St. Gallen, Schweiz
Architekt:
Lauener + Baer, Frauenfeld, Schweiz
Bildnachweis: Alle Abbilungen stammen aus dem Pressetext Noe-Schalungen
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